Der ZDK prognostiziert im kommenden Jahr einen Anstieg der Pkw-Neuzulassungen um 3,5 bis 4 Prozent auf rund 2,95 Millionen Fahrzeuge. Davon werden laut Angaben des Verbandes voraussichtlich 1,1 Millionen Fahrzeuge einen batterieelektrischen Antrieb haben, Batterieelektrofahrzeuge (BEV) und Plug-in-Hybride (PHEV) gleichermaßen. Breitere E-Modellpaletten im Klein- und Kompaktwagensegment, höhere Reichweiten, sinkende Preisunterschiede zwischen Verbrennern und E-Fahrzeugen sowie der fortschreitende Ausbau der Ladeinfrastruktur würden die Nachfrage beflügeln. „Die politischen Impulse, das breitere Modellangebot und die wachsende Alltagstauglichkeit elektrischer Antriebe greifen endlich ineinander. 2026 wird zum Jahr, in dem die Elektromobilität im Markt wirklich ankommen kann, wenn die Weichen richtiggestellt werden“, erklärt ZDK-Präsident Thomas Peckruhn.
Für 2025 rechnet der ZDK hingegen nur mit einem geringfügigen Anstieg der Pkw-Neuzulassungen auf 2,85 Millionen Fahrzeuge und einem stagnierenden Markt für BEV. Bereinigt um die in den vergangenen zwei Jahren massiv angestiegenen Eigenzulassungen der Hersteller und Händler – die zur Erfüllung der CO₂-Flottengrenzwerte mehr als zweieinhalbfach erhöht wurden – werde der BEV-Markt 2025 nur knapp das Niveau von 2023 erreichen. Dämpfende Faktoren seien die anhaltend hohen Ladestrompreise sowie ein Mangel an Ladepunkten in Wohnquartieren. Ohne einen schnelleren Hochlauf der E-Mobilität drohe in wenigen Jahren ein CO2-Preis von bis zu 300 EUR pro Tonne – und damit 70 bis 80 Cent mehr pro Liter Kraftstoff. Mobilität würde zur sozialen Frage, weil Menschen ohne Zugang zu Neuwagen von bezahlbarer Automobilität ausgeschlossen würden. “Wir brauchen schnell mehr bezahlbare Elektrofahrzeuge und alternative Kraftstoffe. Deshalb ist die jetzt angekündigte Förderung unverzichtbar”, betont Peckruhn.
Stabiler Gebrauchtwagenmarkt
Der Gebrauchtwagenmarkt bleibt laut ZDK im Jahr 2025 stabil auf hohem Niveau. Trotz weiterhin hoher Neuwagenpreise sei der Anstieg der Besitzumschreibungen aufgrund gesunkener Zinsen bislang moderat ausgefallen (+0,2 Prozent). Bis Jahresende erwartet der ZDK rund 6,5 Millionen Halterwechsel. Auch 2026 dürfte dieses Niveau anhalten: "Staatliche Förderimpulse und günstigere Finanzierungen lenken zwar mehr Kunden Richtung Neuwagen, gleichzeitig sorgen hohe Fahrzeugpreise, die anhaltend schwache gesamtwirtschaftliche Entwicklung und ein deutlich gestiegenes Durchschnittsalter der Fahrzeuge für anhaltende Bewegung im Gebrauchtwagensegment", heißt es aus der ZDK-Zentrale. „Der Gebrauchtwagenmarkt zeigt einmal mehr seine Stärke: Er federt Preissprünge ab und hält Deutschland mobil“, so Peckruhn.