Verbraucherumfrage

Akzeptanz für E-Mobilität steigt weiter

AdobeStock_E-AutosOhne private Lademöglichkeit bleibt der Umstieg auf E-Autos für viele unattraktiv.  Foto: Ronald Rampsch - stock.adobe.com

Während der deutsche Zulassungsmarkt schwach ins Jahr startete, fiel die Entwicklung der Neuzulassungen im Bereich vollelektrischer Pkw (BEV) zeitgleich erneut positiv aus. 22 Prozent der Fahrzeuge (insgesamt 42.692 Neuwagen) kamen mit vollelektrischem Antrieb auf die Straßen. Damit lag der Wert 23,8 Prozent über dem Ergebnis des Vorjahresmonats. Europaweit zeichnete sich zuletzt ein ähnliches Bild ab. Gemäß der aktuellen Zulassungsdaten des Europäischen Automobilherstellerverbands (ACEA) verzeichneten BEV im Januar mit 154.230 Neuzulassungen ein kräftiges Zulassungs-Plus von rund 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Sowohl in Deutschland als auch europaweit nahm die Akzeptanz von Verbrennern zeitgleich stark ab. Den allgemeinen Trend bestätigte nun auch das DAT-Barometer vom Februar 2026. Ihm zufolge können sich rund 40 Prozent aller befragten Pkw-Halter vorstellen, vom Verbrenner auf ein E-Auto umzusteigen, was einer Steigerung um zwei Prozentpunkte gegenüber der Befragung des Vorjahres entspricht. Ein Drittel kann es sich hingegen nicht vorstellen. Über 20 Prozent wussten es zum Zeitpunkt der Befragung nicht und 5 Prozent der privaten Pkw-Halter gaben an, bereits ein E-Auto zu besitzen. Unter denjenigen Befragten, die bereits ein E-Auto gefahren sind, können sich laut Umfrage 51 Prozent den Umstieg auf einen Stromer vorstellen. Über 80 Prozent der E-Auto-Besitzer schätzten laut Umfrage die ruhige und leise Fahrt und beinahe ebenso viele zeigten sich begeistert von der Technologie.

Altbekannte Themen trüben die E-Auto-Euphorie jedoch ein. Der Wiederverkaufswert, die Furcht vor höheren Werkstattrechnungen, einem plötzlichen Akku-Brand oder dem Liegenbleiben auf der Straße würden Endverbraucher laut Umfrage weiterhin verunsichern. Auch der Reichweitenverlust bei schlechten Witterungsverhältnissen und die intransparente Preisstruktur an den Ladesäulen würden sich negativ auf die Kaufentscheidung auswirken. Ein weiteres Thema sei die Ladeinfrastruktur. Das öffentliche Ladenetz für E-Autos und Teilzeitstromer in Deutschland wächst seit Jahren zwar kontinuierlich; gemäß aktueller Daten des Ladesäulenregisters befanden sich zum 1. Januar 2026 über 145.000 Normalladepunkte und 48.729 Schnellladepunkte in Betrieb. Potenzielle Besitzerinnen und Besitzer von E-Autos sprachen sich allerdings laut Umfrage klar für das das heimische Laden aus. 72 Prozent aller Befragten gaben demzufolge an, dass für sie kein E-Auto infrage käme, sollten sie keine heimische Lademöglichkeit nutzen können. Auch würden der Umfrage zufolge 76 Prozent der Befragten ihr aktuelles Auto länger fahren, um die Entwicklung der E-Mobilität weiter abzuwarten.

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