„Für uns gehören Kohle und Schweröl der Vergangenheit an. Die Zukunft gehört immer mehr den erneuerbaren Energien. Durch den Einsatz eines intelligenten Energiemixes – zunehmend aus erneuerbaren Quellen und idealerweise direkt vor Ort erzeugt – machen wir unsere Fertigung unabhängiger und damit widerstandsfähiger“, so Dr. Bernhard Trilken, Leiter Produktion und Logistik des Reifenbereichs von Continental. Bis Anfang der 2020er-Jahre seien sieben der 19 Produktionsstätten von Continental weltweit noch auf Kohle und Schweröl zur Dampferzeugung angewiesen gewesen. Dieser Ansatz hätte eine konstante Wärmeleistung und hohe Betriebssicherheit auch in Regionen mit begrenzter Gas- oder Strominfrastruktur gewährleistet. Auf Basis systematischer Investitionen könnten nun alle Reifenwerke von Continental einen breit gefächerten Mix aus alternativen Energiequellen nutzen.
Die Reifenherstellung benötigt eine große Menge an Energie – besonders für die Vulkanisation. Continental hat laut Unternehmensangaben im Jahr 2025 die Treibhausgasintensität der Produktion um mehr als 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr und um 70 Prozent gegenüber 2019 gesenkt. Insbesondere durch die Umstellung auf emissionsärmere Energieträger habe in den vergangenen vier Jahren die absoluten Emissionen in der Reifenproduktion um rund 180.000 Tonnen CO₂ reduziert werden können. Der Energiemix an den weltweiten Produktionsstandorten von Continental variiert allerdings stark. Er sei von der regionalen Infrastruktur, verfügbaren Ressourcen und den lokalen Energiemärkten geprägt. Im Reifenwerk in Gqeberha in Südafrika, wurde laut den Verantwortlichen die Dampferzeugung lange Zeit mit Kohle betrieben. Heute arbeite das Werk mit Biomasse, der restliche Energiebedarf werde mit Flüssiggas (LPG) gedeckt. Das Reifenwerk in Kalutara (Sri Lanka) habe eine ähnliche Entwicklung durchlaufen. Mit der Inbetriebnahme eines zweiten Biomassekessels im vergangenen Jahr kann der Standort auf den Einsatz von Schweröl verzichten und betreibt nun seine gesamte Dampferzeugung mit nachwachsender Biomasse. Am Standort Otrokovice in Tschechien arbeitet Continental mit dem regionalen Energieversorger zusammen, um die Dampferzeugung mit den Klimazielen des Unternehmens in Einklang zu bringen. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit hat das örtliche Kraftwerk seinen Brennstoffmix schrittweise von Kohle auf Biomasse und Erdgas umgestellt, so die Info aus der Medienabteilung.