Als geschäftsführende Gesellschafter steuern die Brüder Gerald, Dieter, Fritz jun. und Florian Unterberger gemeinsam mit Geschäftsführer Josef Gruber die Geschicke der Unterberger Gruppe. Zu der gehören neben mehr als 1.000 Beschäftigten mittlerweile auch insgesamt 27 Automobilstandorte in Süddeutschland und Österreich. Diese werden unter dem Dach der Unterberger Beteiligungs GmbH unter einer einheitlichen Leitung geführt. In der Unternehmenssparte sind auch die insgesamt 16 Partnerschaften und Beteiligungen gebündelt, die die Gruppe vorwiegend im Automobil- und Immobilienbereich unterhält. „Diese haben auch einen wesentlichen Beitrag zum Wachstum des Familienunternehmens Unterberger geleistet und sind ein sehr wichtiger Bestandteil unserer Unternehmens-DNA. Zudem ergeben sich dadurch auch teilweise andere Herangehens- und Sichtweisen über mögliche gemeinsame Geschäftsmöglichkeiten“, führt Geschäftsführer Josef Gruber diesbezüglich aus. Auch den eigenen Immobilien-Aktivitäten – immerhin bereits seit 1981 und damit seit 45 Jahren bestehend – messen die Verantwortlichen durchaus wichtige Bedeutung bei.
Im Kern ist die Unterberger Gruppe jedoch im Automobil-Geschäft aktiv und erwirtschaftet dort auch den Löwenanteil ihrer Umsätze. In der Sparte Unterberger Automobile kletterten diese nach 492 Millionen Euro im Jahr 2023 über 529 Millionen Euro 2024 auf 532 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Inklusive Immobilien und Beteiligungen belief sich der Umsatz 2025 auf rund 561 Millionen Euro. Ein zentraler Baustein dieser Entwicklung sind laut Dieter Unterberger die engagierten und treuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: „Wir haben überdurchschnittlich viel langgedientes Personal. Nicht wenige haben bei uns gelernt und sind mittlerweile auch bei uns in Pension gegangen.“ Seit der Gründung vor 50 Jahren wurden nach Aussage der Verantwortlichen nahezu 1.000 Azubis im Unternehmen ausgebildet. Derzeit sind es 161 Nachwuchskräfte, die unter anderem Berufe wie Karosserietechniker, Kfz-Techniker, Lagerlogistiker und Automobilkaufmann/-frau erlernen. Für sie wie auch für alle anderen Beschäftigten gilt Unternehmensangaben zufolge das Prinzip der kurzen Wege. „Obwohl wir mittlerweile 1.020 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen, haben wir beispielsweise keine eigene Personalabteilung. Wir verstehen uns als direkte Ansprechpartner und haben ein offenes Ohr für alle Anliegen“, betont Gerald Unterberger.
Wachstum in Deutschland und Österreich
Den Grundstein für die heutige Unterberger Gruppe legten Helga und Fritz Unterberger 1976 mit ihrem Volvo- und BMW-Autohaus in Kufstein. Gemeinsam mit Mini bildet die letztgenannte Marke heute das Zentrum der geschäftlichen Aktivitäten. Aktuell läuft die Umstellung auf das neue BMW-Vertriebskonzept Retail.Next. Neben den BMW- und Mini-Standorten gehören sechs Autowelten in Kufstein, Innsbruck, Strass im Zillertal (alle Österreich) sowie Burghausen, Mühldorf am Inn und Waldkraiburg (alle Deutschland) zum Unterberger-Verbund. Dort fungiert das Unternehmen als offizieller Vertragshändler für Marken wie Hyundai, Mitsubishi, Jaguar, Land Rover, MG, Maxus, Fiat, Opel und Polestar. Insgesamt setzt Unterberger jährlich rund 10.000 Neu- und Gebrauchtwagen ab.
Zuletzt ist die Gruppe mit einigen Akquisitionen in Österreich wie auch in Deutschland gewachsen. Zum Jahresbeginn 2025 wurde das BMW-Autohaus Netzer in Landeck übernommen, mit dem Autohaus Karl Fritz in Pfullendorf kam Mitte des Jahres zudem ein weiterer Standort hierzulande hinzu. Seit Anfang 2026 ist ferner das Autohaus Vogl mit fünf Betrieben in Mühldorf am Inn, Burghausen und Waldkraiburg Teil von Unterberger. Zu einer möglichen weiteren Expansion erläutert Fritz Unterberger jun.: „Die wichtigsten Parameter sind die unbedingte Nähe zu unserem bestehenden Standortnetz sowie das Markenportfolio. Wir sind mit unseren Herstellern sehr gut aufgestellt. Neue Marken würden für uns nur unter ganz besonderen Umständen Sinn machen.“