Reduzierung der Wochenstunden

Am ZF-Standort in Friedrichshafen wird ab Mitte Mai kürzer gearbeitet

ZF_Friedrichshafen"Flexibilität und Zusammenhalt" attestiert Standortleiter Dr. Arnd Hermann seinem Betrieb Z.  Foto: ZF

Mit der Einführung neuer Arbeitszeiten wolle sich der Konzern den herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und strukturellen Veränderungen stellen, mit denen die Automobilindustrie besonders im Pkw-Bereich konfrontiert sei. Die neue Vereinbarung sieht vor, dass die rund 2.800 tariflich Beschäftigten der Zentralfunktionen sowie der Forschungs- und Entwicklungsbereich ab dem 15. Mai anstatt 35 zunächst 32,5 Stunden pro Woche arbeiten. Ab dem 1. Juni beträgt die wöchentliche Arbeitszeit dann grundsätzlich 31,5 Stunden. Da sich mit der Reduzierung der Arbeitszeit auch das Gehalt entsprechend verringere, spart ZF nach eigenen Angaben einen zweistelligen Millionenbetrag. Darüber hinaus würden auch Führungskräfte einen Beitrag leisten, etwa durch das Aussetzen einer Entgelterhöhung, teilt das Unternehmen mit.

„Nach der Zielbildvereinbarung zeigt der Z-Betrieb mit dieser Einigung einmal mehr seine Flexibilität und seinen Zusammenhalt“; erklärte Dr. Arnd Hermann, Personalleiter Deutschland und Standortleiter für den Betrieb Z. „Gemeinsam ist es uns gelungen, eine solidarische Lösung zu finden, mit der wir auf sozialverträgliche Weise die Kapazitäten anpassen können und zugleich den Standort stärken. Mein Dank gilt allen Beschäftigten und dem Betriebsrat für die konstruktiven Gespräche.“ Wie der SWR berichtet, habe die Geschäftsführung betriebsbedingte Kündigungen bis Mitte 2028 ausgeschlossen und zugesagt, dass Friedrichshafen Konzernzentrale und Standort für Forschung und Entwicklung bleibe. Am ZF-Standort Friedrichshafen sind rund 10.000 Mitarbeiter beschäftigt, von denen rund 4.350 dem Betrieb Z angehören, der die Zentralbereiche des Konzerns, die Zentrale Forschung und Entwicklung sowie diverse divisionale Entwicklungsabteilungen umfasst. Bereits im Juni letzten Jahres hatten wir über Kurzarbeit in Friedrichshafen berichtet, im November hatte der Konzern am Standort Schweinfurt bereits die 32,5-Stunden-Woche eingeführt.

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