Die „Remote Service Supplier Community“ hat sich zum Ziel gesetzt, die Interessen der Anbieter von Fernwartungsdiensten zu vertreten, da diese eine entscheidende Rolle bei der Unterstützung von Werkstätten bei der Wartung und Reparatur zunehmend vernetzter, elektrifizierter und softwaredefinierter Fahrzeuge spielen. Anbieter von Remote-Services verschaffen Werkstätten den Zugang zu Fachwissen bei der Durchführung immer komplexerer Reparatur- und Wartungsarbeiten. Zu ihren Dienstleistungen gehören Unterstützung bei der ADAS-Kalibrierung, die Programmierung von Bauteilen und Ausrüstung, Ferndiagnose und Fehlerbehebung sowie Software-Updates. „Die Fernbereitstellung solcher Dienstleistungen ist mittlerweile unerlässlich, um sicherzustellen, dass jede Werkstatt wichtige Reparatur- und Wartungsleistungen erbringen kann, um die Fahrzeugsicherheit, die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und die Verkehrstauglichkeit zu gewährleisten“, so Phil Peace, Managing Director International bei Repairify Inc.
Organisatorisch und administrativ wirkt hinter der „Remote Service Supplier Community” der europäische Verband FIGIEFA, der die unabhängigen Automobilteilehändler vertritt. Die FIGIEFA wird Sekretariatsdienste, regulatorisches Fachwissen, die Beobachtung gesetzgeberischer Entwicklungen sowie strategische Beratung bereitstellen, damit die Community effektiv arbeiten und sich zu aktuellen politischen Entwicklungen positionieren kann, heißt es in einer Verbandsmitteilung. „Anbieter von Ferndienstleistungen sind zu einem wesentlichen Bestandteil der modernen Fahrzeugreparatur und -wartung geworden. Indem wir Werkstätten mit Fachwissen vernetzen, tragen wir dazu bei, dass Fahrzeughalter in ganz Europa weiterhin von effizienten, sicheren und wettbewerbsfähigen Reparaturdienstleistungen profitieren, unabhängig davon, wo sie sich befinden. Die Gründung dieser Gemeinschaft bietet eine gemeinsame Plattform, um unseren Beitrag zu erläutern und konstruktiv mit politischen Entscheidungsträgern und Interessengruppen zusammenzuarbeiten“, erläutert Frank Bouman, Mitbegründer von Jifeline Remote Diagnostics.
Zunehmend softwaregesteuerte Fahrzeuge bedeuten für unabhängige Mehrmarken-Werkstätten komplexere herstellerspezifische Reparaturverfahren und einen steigenden Bedarf an softwaregestützten Reparaturarbeiten. Diese Herausforderungen werden durch den anhaltenden Mangel an spezialisierten Technikern noch verschärft. Anbieter von Remote-Services im Kfz-Gewerbe wollen helfen, diese Hindernisse zu überwinden. Die „Remote Service Supplier Community“ will den Mehrwert hervorheben, den RSS-Dienste für das gesamte Automobil-Ökosystem schaffen. Durch die Verkürzung von Fahrzeugstillstandszeiten, die Verbesserung der Reparatureffizienz, die Unterstützung bei der Einhaltung von Sicherheits- und Umweltanforderungen sowie den Zugang zu Fachwissen tragen die initiativen Fernserviceanbieter eigenen Angaben zufolge zu einem wettbewerbsfähigen Aftermarket bei. Gleichzeitig formuliert die Gemeinschaft in der Mitteilung zur Gründung, dass ihre Fähigkeit, den europäischen Automobilsektor zu unterstützen, von einem fairen und effektiven Zugang zu Reparatur- und Wartungsinformationen, Diagnosetools, Softwarefunktionen und Fahrzeugsystemen abhängt. Die „Remote Service Supplier Community“ strebt die Förderung eines politischen und regulatorischen Rahmens an, der es Werkstätten ermöglicht, Fahrzeugbesitzer, Fuhrparks, Mobilitätsanbieter und Versicherer weiterhin effektiv zu bedienen. Die Mitglieder haben ungleiche Zugangsbedingungen, intransparente Gebühren, uneinheitliche Anforderungen und eine unzureichende Durchsetzung bestehender Rechtsvorschriften als die wichtigsten Herausforderungen identifiziert, die den Markt beeinträchtigen.