Unter den 16 Modellen befindet sich kein Modell eines deutschen Herstellers. Vor fünf Jahren waren laut ADAC-Auswertung noch fünf Fahrzeuge deutscher Hersteller unterhalb von 20.000 Euro verfügbar. Aktuell ist das günstigste deutsche Auto der VW Polo, dessen Grundpreis mit 20.380 Euro (Stand August 2026) knapp über der Schwelle liegt. Stellantis bietet mit seine Marken Citroen, Fiat und Leapmotor, an dem der Konzern 51 Prozent im Rahmen eines Joint-Ventures hält, der Auswertung zufolge noch sechs Neufahrzeuge unter 20.000 Euro an. Auch die Renault Group kommt mit ihren Marken Renault und Dacia auf sechs Pkw unterhalb der Preisschwelle. Der Volkswagen-Konzern ist lediglich mit einem Pkw der spanischen Tochter Seat vertreten.
2021 waren zusätzlich drei Fahrzeuge für einen Preis von rund 10.000 Euro erhältlich. Für dieses Budget ist laut dem Automobilclub aktuell kein neues Auto mehr zu bekommen. Der mit Abstand günstigste Neuwagen kostet aktuell 13.590 Euro (Dacia Sandero TCe 100 Essential). E-Auto-Interessenten finden dafür in diesem Jahr gleich drei vollelektrische Modelle unterhalb der Preisschwelle. Zu diesem Preis gab es vor fünf Jahren noch keinen reinen E-Pkw. Autos sind grundsätzlich teurer geworden, unter anderem weil die Kosten entlang der gesamten Wertschöpfungskette gestiegen sind. Zudem ist in neuen Fahrzeugen seit dem 6. Juli 2022 laut EU-Verordnung eine Reihe an Fahrassistenzsystemen Pflicht. Aber auch die Erwartungen an Autos hinsichtlich technischer Ausstattungen sind gestiegen. Im Endeffekt wurden damit insbesondere Kleinwagen immer weniger rentabel.