„Klare Perspektive für die Zukunft”

Angeschlagener Zulieferer Webasto ist bis Ende 2028 durchfinanziert 

Sehen Webasto hinsichtlich der geplanten Transformation auf Kurs: Jörg Buchheim (CEO, l.) und Johann Stohner (CRO).   Foto: Webasto

„Mit dem Finanzierungspaket gewinnen wir Planungssicherheit und eine klare Perspektive für die Zukunft. Das ist ein starkes Signal an unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie an unsere Partner”, freut sich Jörg Buchheim. „Die ersten Schritte hin zu einer nachhaltig wettbewerbsfähigen Aufstellung sind getan. Und wir werden diesen Weg entschlossen fortsetzen, auch wenn das Marktumfeld weiterhin herausfordernd bleibt. Ich möchte an dieser Stelle vor allem unserem für die Restrukturierung verantwortlichen Vorstand (CRO) Johann Stohner und unserem Finanzvorstand (CFO) Jörg Bremer mit ihren Teams danken. Die zurückliegenden Monate waren sehr arbeitsreich, aber die Mühe hat sich gelohnt.”

Wie das Unternehmen mitteilt, sieht das Finanzierungspaket unter anderem die Verlängerung bestehender Kreditlinien in Höhe von rund 1,2 Milliarden Euro sowie die Gewährung zusätzlicher Kredite über 200 Millionen Euro vor. Das Webasto-Management hat sich dafür in den zurückliegenden Monaten mit Eigentümern, Finanzierungspartnern und den größten Kunden abgestimmt. Zur Absicherung der Interessen aller Beteiligten wurde zudem ein Treuhandmodell vereinbart. In diesem Zuge übertragen die Eigentümerfamilien von Webasto einen Großteil ihrer Aktien auf einen Treuhänder. Dieser wird zum rechtlicher Eigentümer, während die Gesellschafter als Teil einer sogenannten doppelnützigen Treuhand wirtschaftliche Eigentümer der Anteile bleiben. „Der klar definierte Zweck ist die Rückführung der Verbindlichkeiten und die langfristige Stärkung des Unternehmens”, heißt es dazu seitens des Zulieferers. 

„Wir haben in den vergangenen Wochen sehr hart, aber ebenso vertrauensvoll und konstruktiv verhandelt. Schließlich haben wir ein nachhaltiges und für alle Beteiligten tragfähiges Ergebnis zur Sicherstellung der Finanzierung bis Ende 2028 gefunden”, kommentiert CRO Stohner die Vereinbarung. „Ganz besonders freut es mich, dass wir eine vollumfänglich konsensuale Lösung mit 100 Prozent Unterstützung aller Stakeholder erreicht haben. Im Namen des gesamten Vorstands und unseren mehr als 15.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bedanke ich mich bei allen, die zu dieser Einigung beigetragen haben.” Die laufende Transformation läuft nach Aussage der Verantwortlichen somit weiter nach Plan und soll bis 2028 abgeschlossen sein. Zuletzt hatte Wbeasto mitgeteilt, bis Ende des Jahres weitere 300 Stellen in Deutschland zu streichen

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