84 Mitgliedsunternehmen zählt der Bundesverband der Hersteller und Importeure von Automobilservice-Ausrüstungen e.V. (ASA) aktuell. Von diesen folgten knapp die Hälfte der Einladung zur diesjährigen Mitgliederversammlung Anfang Mai in Leipzig, wobei Verbandspräsident Frank Beaujean und Vizepräsident Finanzen Marco Kempin insgesamt mehr als 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüßen konnten. An der ASA-Spitze erhalten Beaujean und Kemping in den kommenden zwei Jahren Unterstützung von Wolf-Erik Schmitt, der in Leipzig zum Nachfolger des im September 2024 verstorbenen Vizepräsidenten Karsten Meinshausen gewählt wurde. Seiner wurde zu Beginn der Versammlung mit einer Schweigeminute gedacht.
Wolf-Erik Schmitt ist Director Marketing and Communication bei der Vehicle Service Group EMEA und Prokurist der BlitzRotary GmbH und setzte sich bei der geheimen Wahl mit 72 Prozent der Stimmen gegen Jens Dahlheimer, Gebietsverkaufsleiter bei Corghi S.p.A. mit Sonderaufgaben, durch. Als Leiter des Fachbereichs Hebetechnik gehört Schmitt bereits seit zwölf Jahren dem ASA-Vorstand an und übernimmt nun nochmals mehr Verantwortung. Bei seiner vielfältigen Arbeit ist das neue ASA-Führungstrio auch auf eine starke und aktive Verbandsgemeinschaft angewiesen, wie Frank Beaujean in seinen Ausführungen betonte: „Die Musik für unsere Branche spielt in Brüssel und Berlin, wenn es um wegweisende Regelungen wie die Zukunft der Periodisch technischen Fahrzeugüberwachung, die konkreten Folgen des EuGH-Urteils zu technischen Fahrzeugdaten und andere essenzielle Weichenstellungen für die Zukunft des IAM und damit auch der Werkstattausrüstungsbranche geht.” Um in diesen Bereichen im Sinne der ASA-Mitglieder gestaltend tätig zu werden, sei entsprechendes Engagement der Firmen im ASA-Verband und über diesen wiederum im europäischen Werkstattausrüsterverband EGEA nötig. Aktuell ruhe der Beitrag der deutschen Werkstattausrüster derzeit auf den Schultern weniger Experten, die zudem oft schon das Ruhestandsalter erreicht hätten.
Erfolgreiche Projekte und positiver Cash Flow im Jahr 2024
Bereits in seinem Jahresbericht 2024 deutete der ASA-Präsident an, dass ein vereintes Wirken angesichts der schwierigen wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Umstände umso wichtiger sei. „Der Absatzrückgang aus 2023 hat sich von wenigen Ausnahmen abgesehen auch 2024 fortgesetzt und somit einen neuen Tiefpunkt erreicht. Zum ersten Mal spiegelt sich der wenig optimistische Blick der Unternehmen auf die Zukunft auch in den Ergebnissen unserer Branchenumfrage wider“, so Frank Beaujean. Zu schaffen machen den Verbandsmitgliedern laut einer Umfrage vor allem die geringe Investitionsbereitschaft, der Fachkräftemangel, die technologische Transformation, hohe Aufwände für Bürokratie, Cyber-Sicherheit und gesetzliche Anforderungen zu Nachhaltigkeit sowie die steigende Inflation und hohe Logistikkosten.
Zugleich stellte Beaujean seinen Bericht unter das Leitmotiv „Die Hoffnung stirbt zuletzt“ und unterstrich, dass es dem Verband und seinen Mitgliedern fernliege in allgemeines Wehklagen zu verfallen und schlechte Stimmung zu verbreiten. Vielmehr hob er in seinem Rückblick die eigenen Erfolge und die Wirksamkeit der ehrenamtlichen Verbandsarbeit hervor. Vor allem bei digitalen Projekten wie dem ASA-Mitgliederportal, der ASA-Absatzstatistik und der ASA-Kalibrierdatenbank sei man vorangekommen. Speziell mit Blick auf letztere gelte es nun, die Eingabequalität zu erhöhen und wie vom Verordnungsgeber gefordert, auch alle Bestandsprüfgeräte mit den für die Kalibrierung erforderlichen Baumusterdaten lückenlos einzupflegen.
Dass das vielfältige und insbesondere auch das politische Engagement den Verband auch finanziell fordert, beleuchtete der für Finanzen zuständige Vizepräsident Marco Kempin in seinem Vortrag. Gemeinsam mit europäischen Schwesterverbänden bringt der ASA-Verband die Mittel für technische Projekte, Studien und vereinzelt auch juristische Auseinandersetzungen auf. Dabei steht der Verband Kempin zufolge auf einem soliden finanziellen Fundament und kann für 2024 einen positiven Cash Flow vorweisen.
Automechanika-Partnerschaft schafft Planungssicherheit
In dieser Hinsicht positiv bewerten die Verantwortlichen auch die Automechanika-Ausgabe im vergangenen Jahr. „Die Automechanika Frankfurt hat zu alter Stärke zurückgefunden”, ist man sich innerhalb des Verbandes einig. Umso erfreuter stimmte den Verbands die Tatsache, dass in Leipzig eine Verlängerung der langjährigen Partnerschaft mit dem Messe-Format verkündet werden konnte. Michael Johannes, Brandmanager der Automechanika weltweit, und Olaf Mußhoff, Direktor der Automechanika Frankfurt, betonten: „Diese auf gegenseitigem Respekt, Vertrauen und Unterstützung in allen fachlichen Belangen begründete Kooperation ist in dieser Form besonders und darum freuen wir uns, heute anlässlich der ASA-Jahresmitgliederversammlung die Fortführung unserer über 50 Jahre währenden Kooperation mit einem neuen Vertrag für die kommenden Jahre zu bestätigten.”
Frank Beaujean und Marco Kempin ergänzten aus Sicht des Verbandes: „Auch für uns ist die Partnerschaft mit dem gesamten Team der Messe Frankfurt etwas Besonderes und sowohl fachlich als auch menschlich von einer außergewöhnlich hohen Qualität geprägt. Diese Kooperation künftig fortzusetzen, gibt dem Verband einerseits Planungssicherheit. Uns allen bietet es zudem die Chance, neue Projekte und Ideen gemeinsam zu verwirklichen und den Erfolg der Automechanika Frankfurt aber auch der weltweiten Automechanikas weiter zu fördern.“