„Ich bin sehr froh, dass wir trotz schwieriger Verhandlungen doch noch gemeinsam mit den Sozialpartnern eine faire Einigung für die Beschäftigten erzielen konnten. Allen Verhandlungsparteien hat dieses Ergebnis bis zuletzt viel abverlangt. Aber schließlich haben sich alle besonnen und die Beschäftigten in den Mittelpunkt ihres Handelns gestellt“, kommentiert Thomas Bogus, CEO von Audi Brussels, die Einigung. Die mit Arbeitnehmervertretern ausgehandelte Vereinbarung sieht unter anderem erweiterte Regelungen für Personen über 60 Jahre vor. Auch Coaching-Angebote sowie sogenannte Outplacement-Services sind laut Unternehmensangaben Teil des Sozialplans. Zusätzlich zum gesetzlichen Kündigungsgeld zahlt Audi ferner eine freiwillige Unternehmensprämie, die sich nach der individuellen Betriebszugehörigkeit der Beschäftigten richtet.
Zum 28. Februar wird die Automobilproduktion am Standort Brüssel eingestellt und das Werk wird geschlossen. Audi setzt damit bereits seit längerem existierende Überlegungen in die Tat um. In dem Werk wurde zuletzt lediglich das elektrische SUV Q8 e-tron gebaut, dessen Nachfrage – vor allem aus China – jedoch deutlich zurückging. Eine Erweiterung des Werks für andere Modellreihen war Unternehmensangaben zufolge nicht möglich, sodass nach den ergebnislosen Gesprächen mit möglichen Investoren nun das finale Aus erfolgt.