Der Spezialversicherer CarGarantie meldete zuletzt, dass die durchschnittlichen Reparaturkosten von Neu- und Gebrauchtwagen im Jahr 2025 auf einen neuen Spitzenwert von 764 Euro gestiegen sind. Und der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. meldete ebenfalls ein neues Spitzenniveau bei den Stundensätzen in Kfz-Werkstätten. Dem GDV zufolge kosteten Arbeiten an der Mechanik, Elektrik oder der Karosserie 2024 im Schnitt 202 Euro pro Stunde, Lackierarbeiten sogar 220 Euro. Beide Preise stiegen im Vergleich zum Vorjahr um fast acht Prozent. Entsprechend gemischt fällt das Bild aus, das Autofahrer aktuell vom Kfz-Gewerbe haben: Im Rahmen des aktuellen KÜS Trend-Tachos, wofür 1.000 Personen online befragt wurden, bescheinigen 5 Prozent der Befragten dem Kfz-Gewerbe ein sehr positives, 41 Prozent ein positives Image. 41 Prozent nehmen das Kfz-Gewerbe neutral wahr. Einen negativen Eindruck äußern 12 Prozent, einen sehr negativen lediglich 1 Prozent. Was die Befragten oftmals ansprachen, ist das Thema Geld. Eine fairere Preisgestaltung wünschen sich 58 Prozent, mehr Transparenz in dieser Frage 50 Prozent. Eine ehrliche bzw. bessere Beratung zwischen Anbieter und Kunde nennen 41 Prozent, und 26 Prozent sehen Potenzial bei der Kundenorientierung.
Deutlich weniger wichtig für eine Imageverbesserung sind laut dem KÜS Trend-Tacho eine bessere Qualifikation der Mitarbeitenden, digitalisierte Kommunikation oder intensivere Öffentlichkeitsarbeit. Und obwohl E-Mobilität bei Neuwagen immer beliebter wird und auch im Gebrauchtwagenmarkt an Relevanz gewinnt, ist mehr Kompetenz in Sachen E-Mobilität und neuen Technologien kein entscheidender Faktor für die Befragten. Lediglich 9 Prozent halten das für bedeutsam.
„Autofahren und Sicherheit gehören untrennbar zusammen – für alle Verkehrsteilnehmer, unabhängig davon, ob sie motorisiert oder zu Fuß unterwegs sind. Eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Autobesitzern und Fachleuten ist dafür unerlässlich“, betont KÜS-Hauptgeschäftsführer Peter Schuler. „Dass vor allem die Preisgestaltung als Ansatzpunkt für ein besseres Image genannt wird, spiegelt eine nachvollziehbare Sorge vieler Menschen wider: Anhaltend hohe oder steigende Lebenshaltungskosten führen gerade bei alltäglichen Ausgaben zu Verunsicherung.“