Wie der Autohändler auf seiner Website mitteilt, wurde die Entscheidung aufgrund der wirtschaftlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen notwendig. Auf Nachfrage von Automotive Insights erläuterten die Verantwortlichen die Hintergründe sowie das weitere Vorgehen: Die Entscheidung zur Schließung des Standortes in Stolzenau beruhe auf einer Gesamtabwägung mehrerer wirtschaftlicher und struktureller Faktoren. Insbesondere die Kosten für Energie und Werkstattausrüstung seien zuletzt erheblich gestiegen. Über die genaue Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die von der Schließung betroffen sind, äußerte man sich unterdessen nicht. Ziel sei es aber, alle Arbeitsplätze innerhalb der Gruppe zu erhalten. Zu etwaigen Plänen oder künftigen Verwertungen bezüglich des Grundstücks und der Immobilie wollten die Verantwortlichen ebenfalls keine Angaben machen. Der Fokus am Standort in Stolzenau liege nun bis zum 31. Dezember 2026 weiterhin auf der Betreuung der Kundinnen und Kunden vor Ort sowie auf einem reibungslosen Übergang zu den umliegenden Standorten.
Das Autohaus Becker-Tiemann ist zurzeit an 19 Standorten in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen aktiv und vertreibt Fahrzeuge für die Marken BMW, Mini und Ineos sowie Motorräder der Marken BMW, Triumph und Ducati. Eigenen Angaben zufolge hat das inhabergeführte Familienunternehmen über 2.000 Neu- und Gebrauchtwagen im Bestand. Zuletzt vergrößerte sich die Becker-Tiemann-Gruppe 2023 mit den Standorten in Hameln, Lügde und Springe (ehemals Siekmann), Spenge (ehemals Hinzmann) sowie Versmold (ehemals Kattenstroth).