Vier Standorte in Gefahr

Autohaus Schorr meldet Insolvenz an

Das Unternehmen ist unter anderem Vertragshändler für die Marken Opel, Peugeot und Hyundai.  Foto: Autohaus Schorr

Rechtsanwalt Rolf Rombach ist als vorläufiger Insolvenzverwalter für die Abwicklung verantwortlich. Die Autohaus Schorr GmbH ist ein Automobilhändler aus Thüringen, der an den Standorten Eisenach, Erfurt, Arnstadt und Mühlhausen eigenen Angaben zufolge 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Als Vertragshändler der Marken Opel, Peugeot, Citroën, Fiat, Abarth, Hyundai, Land Rover und Isuzu bietet das Unternehmen auch Werkstatt- und Servicedienstleistungen an.

Die Ursprünge des Unternehmens reichen bis in das Jahr 1895 zurück. Johann Schorr meldete damals in Saarbrücken eine Mechaniker-Werkstatt an. Mit Bruder Fritz reparierte er mechanische Anlagen. Es folgte auch der Verkauf von Fahrrädern, Motorrädern und Nähmaschinen. Einen selbstgebauten Motorwagen präsentierten die Brüder 1902. Über 60 Jahre später gründeten Hans-Werner Schorr und Johann Schorr (Junior) die Auto Schorr GmbH & Co. KG. 1994 unternahm Ursula Schorr den Schritt nach Thüringen. Nun ringt der Traditionsbetrieb um sein Überleben. 

Update zum Insolvenzverfahren der Autohaus Schorr GmbH

Einer aktuellen Stellungnahme des vorläufigen Insolvenzverwalters vom 24. Februar zufolge läuft der Geschäftsbetrieb an den vier Standorten während des Verfahrens uneingeschränkt weiter. Verkauf, Service und Werkstatt stehen den Kundinnen und Kunden demnach unverändert zur Verfügung. Zudem sollen den Angaben zufolge alle 150 Arbeitsplätze möglichst erhalten werden. „Die Löhne und Gehälter sind durch die Insolvenzgeld-Vorfinanzierung gesichert. Unser Ziel ist es nun, zügig eine tragfähige Zukunftslösung für das Unternehmen zu erarbeiten“, fasste Rolf Rombach zusammen. „Unser Fokus liegt nun darauf, mit der Geschäftsleitung zügig konkrete Sanierungsschritte einzuleiten, strategische Optionen auszuloten und eine langfristig tragfähige Perspektive für das Unternehmen und seine Beschäftigten zu entwickeln.“ Sascha Schorr, geschäftsführender Gesellschafter der Autohaus Schorr GmbH, äußerte sich optimistisch: „Es wird weitergehen. Unser Ziel ist es, den Betrieb zu stabilisieren und zukunftsfähig aufzustellen. Dafür müssen wir im Rahmen des Verfahrens auch bestehende Strukturen kritisch prüfen.“

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