Polestar mit neuem Deutschland-Chef
Bei Polestar Deutschland ist mit Jan Grindemann seit dem 4. August ein neuer Managing Director an Bord. Grindemann war zuletzt CEO von Corvette Europe und hat bei Polestar Deutschland Willem Baudewijns abgelöst, der sich nach knapp dreijähriger Doppelrolle wieder ausschließlich auf die Tätigkeit als Geschäftsführer von Polestar Niederlande konzentriert. „Deutschland gilt in der Autobranche zurecht als anspruchsvoller Schlüsselmarkt und nimmt daher auch eine wichtige strategische Bedeutung für Polestars Expansionspläne ein. Ich freue mich sehr, Teil eines dynamischen Teams zu werden und die Zukunft von Polestar in Deutschland vorantreiben zu dürfen“, blickt Grindemann, der auch bereits für die Marken BYD und Mercedes-Benz tätig war, voraus. Hierzulande hat Polestar seinen Vertrieb im März auf das unechte Agenturmodell umgestellt und sein Händlernetz erst kürzlich um die Koch Gruppe Automobile AG aus Berlin ergänzt.
Genesis holt Peter Kronschnabl von BMW
Gleichfalls mit einem neuen Managing Director agiert seit Kurzem Genesis Europe im Markt. Nach über 30 Jahren bei BMW hat Peter Kronschnabl neue Aufgaben in der Europa-Zentrale der koreanischen Marke in Frankfurt am Main übernommen. „Genesis ist eine spannende Marke mit einem soliden Fundament, einem leidenschaftlichen Team und einer einzigartigen Position auf dem Automobilmarkt. Ich bin davon überzeugt, dass wir mit dem unverwechselbaren koreanischen Spirit, unserem designorientierten Ansatz und der hochwertigen elektrifizierten Modellpalette den wachsenden Erfolg, den wir bereits in Korea und den USA verzeichnen, in Europa wiederholen können“, so Kronschnabl., der bei BMW zuletzt das Amt des Vice President of Market Development and Special Sales bekleidete. Bei Genesis Europe tritt er die Nachfolge von Xavier Martinet an, der neben seiner Funktion als Präsident und CEO von Hyundai Motor Europe interimsweise als Geschäftsführer von Genesis Motor Europe aktiv war. Der Hersteller gab es kürzlich weitere Expansionsschritte bekannt. Neben Deutschland, der Schweiz und Großbritannien sollen Genesis-Fahrzeuge künftig auch in Frankreich, Spanien, Italien und den Niederlanden verfügbar sein.
Renault setzt auf François Provost
Nach einer Interimslösung hat derweil auch der französische Automobilhersteller Renault nun wieder einen offiziellen CEO. Als Nachfolger von Luca de Meo sowie von Interim-CEO Duncan Minto steuert François Provost künftig die Geschicke der Marke. Mit seiner Ernennung zum CEO von Renault S.A. sowie zum Vorsitzenden der Renault s.a.s., der operativen Gesellschaft der Gruppe, folgte der Verwaltungsrat unter Vorsitz von Jean-Dominique Senard der Empfehlung des Governance- & Remuneration-Ausschusses. Provost, der zunächst für vier Jahre amtiert, hatte zuletzt die Rolle des Chief Procurement, Partnerships and Public Affairs Officers inne und seit insgesamt 23 Jahren im Konzern. „Die Renault Group verfügt über ein starkes Fundament, engagierte Teams, eine herausragende Produktpalette, starke Marken und eine innovative Organisation. Diese sind von unschätzbarem Wert, wenn wir unsere Transformation in einem für unsere Branche zunehmend anspruchsvollen Umfeld vorantreiben”, so François Provost anlässlich seiner Ernennung.
Stellantis stellt Design-Team neu auf und sucht einen Peugeot-Chef
Gleich mehrere Personal-Veränderungen gibt es innerhalb des Stellantis-Konzerns. So wurde Gilles Vidal zum neuen Head of Design für die europäischen Marken des Unternehmens ernannt. In dieser Rolle wird er eng mit Ralph Gilles, Chief Design Officer von Stellantis, zusammenarbeiten und an Jean-Philippe Imparato, Chief Operating Officer von Enlarged Europe, berichten. Vidal folgt nach fünf Jahren in Diensten der Renault Group zum 1. Oktober auf Jean-Pierre Ploué, der Stellantis verlassen wird. „Dass ich zu Stellantis zurückkehre, freut mich, da ich zu meinen Wurzeln zurückkehre”, so Gilles Vidal. „In einer Welt, in der Technologie und Design Hand in Hand gehen sollten, um das Kundenerlebnis zu optimieren, bin ich gespannt auf die Herausforderungen und Chancen, die vor uns liegen. Ich freue mich darauf, sie in enger Zusammenarbeit mit Jean-Philippe, Ralph und ihren Teams anzugehen.“
Darüber hinaus gab der Hersteller bekannt, dass Eva Garcia Sanz Anfang August die Gesamtverantwortung für den Bereich Customer Experience von Stellantis in Deutschland übernommen hat. Zugleich behält sie ihre Aufgabe als Head of Quality Transformation auf globaler Ebene für Opel/Vauxhall bei. Verschiedenen Medienberichten zufolge hat außerdem Peugeot-Deutschland-Chef Christian Dietsch den Konzern verlassen. Zu seinem Interim-Nachfolger wurde Vertriebsleiter Stefan Moldaner ernannt.
P.B. Balaji folgt bei JLR auf Adrian Mardell
Noch nicht vollzogen aber bereits kommuniziert ist auch ein Wechsel auf der Position des CEOs bei Jaguar Land Rover (JLR). Nachdem Adrian Mardell seine Tätigkeit nach insgesamt 35 Jahren im Unternehmen auf eigenen Wunsch beenden möchte, wird er im November durch P.B. Balaji ersetzt. Balaji ist aktuell CFO von Tata Motors, der indischen Muttergesellschaft von JLR. Er kommentiert seine neue Führungsrolle: „In den letzten acht Jahren habe ich dieses Unternehmen und seine beeindruckenden globalen Marken kennen und lieben gelernt. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit dem Team noch größere Erfolge zu erzielen.“