Zwei neue Unterstützer im Partnerkreis

AZuR präsentiert sich auf der SLTC Jornadas Caucho 2025

AZuR-Netzwerk-Koordinatorin Christina Guth (rechts) war der Einladung von Gastgeberin und SLTC-Präsidentin Marly Jacobi (Mitte) gefolgt.  Foto: AZuR

Rund 400 Fachbesucherinnen und Fachbesucher verfolgten die Programmpunkte der dreitägigen Konferenz. Laut AzuR-Mitteilung machte Guth in der kolumbianischen Hauptstadt deutlich, dass Südamerika über zahlreiche technologische Kompetenzen im Reifenrecycling verfügt. „Was jedoch fehlt, ist ein übergreifendes Netzwerk, das alle Akteure der Wertschöpfungskette zusammenbringt – so wie es AZuR in Europa tut.“, stellte sie fest. AZuR sieht im Zusammenspiel von Industrie, Wissenschaft und Recyclingbetrieben einen entscheidenden Hebel, um ökonomische und ökologische Potenziale gleichermaßen auszuschöpfen. Auch Prof. Dr. Ulrich Giese, Geschäftsführer des Deutschen Instituts für Kautschuktechnologie (DIK) und wissenschaftlicher AZuR-Partner, unterstützte mit seinem Vortrag die internationale Sichtbarkeit des Netzwerkansatzes. „Wir hätten dort sicher neue Partner gewinnen können“, zieht Christina Guth eine positive Bilanz ihrer Reise. „Aber AZuR bleibt auf Europa fokussiert.“

Netzwerk wächst in Europa weiter

Entsprechend dieser Aiusrichtung baut die Inititiative ihren Unterstützerkreis in Europa und hierzulande aus. Im November konnten mit dem italienischen Maschinenbauer Molinari und dem münsterländischen Verkehrswegebau-Unternhemen Rotaernum zwei weitere Mitglieder verzeichnet werden. Molinari entwickelt Maschinen zur Zerkleinerung, Granulierung und Feinstvermahlung von Altreifen. Die Technologien decken sämtliche Stufen der mechanischen Reifenaufbereitung ab, von Vorzerkleinerung ganzer Reifen über die Granulierung bis hin zur Feinvermahlung für hochwertige Folgeanwendungen wie Asphalt oder Gummimatten. Damit schafft das Unternehmen zentrale Voraussetzungen für die Produktion von Sekundärrohstoffen und die stoffliche oder chemische Weiterverwertung, einschließlich Devulkanisation oder Pyrolyse. Rotaernum wiederum ergänzt das Netzwerk um Lösungen zur Haltbarkeit von Straßen, Brücken und Tunneln. Das Unternehmen entwickelt Abdichtungs- und Schutzsysteme, die die Lebensdauer von Verkehrswegen verlängern und Sanierungsintervalle reduzieren sollen. Der Beitrag zum Reifen-Kreislauf liegt insbesondere im Zusammenhang mit gummimodifiziertem Asphalt, der aus Altreifen gewonnenes Gummimehl enthält.

AZuR-Neupartner Molinari entwickelt und produziert Maschinen zur Zerkleinerung, Granulierung und Feinstvermahlung von Altreifen. Foto: Molinari

Europäische Auszeichnung für Kreislaufwirtschaftsmodell

AZuR verweist in diesem Zusammenhang auf mehrere Auszeichnungen, die das Netzwerk 2025 erhalten hat: den NRW-Preis Ressourcenschonung (Sonderpreis „Kooperation“), den Deutschen Award für Nachhaltigkeitsprojekte sowie frühere Preise wie den Europäischen Transportpreis für Nachhaltigkeit. Diese Anerkennungen unterstreichen aus Sicht des Netzwerks die Relevanz eines koordinierten Ansatzes für die Reifen-Kreislaufwirtschaft.

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