Alle zehn Kandidaten mindestens „empfehlenswert”

Bedingter Erkenntnisgewinn im ACE-Sommerreifentest 

ACE-Sommerreifentest 2026Für seinen Sommerreifentest war der ACE auf den Nokian-Gelände in Spanien unterwegs.  Foto: Konstantin Tschovikov/ACE

Nachdem der ACE 2024 noch gemeinsam mit dem Auto-, Motor- und Radfahrerbund Österreich (ARBÖ) und der GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung mbH einen Sommerreifentest vorgelegt hatte, trennten sich die Wege der Partner im vergangenen Jahr. ARBÖ und GTÜ kooperierten 2025 mit der AutoZeitung, während der ACE keinen eigenen Vergleich durchführte. Das ändert sich nun jedoch in diesem Jahr: Zehn Profile in der Dimension 225/40 R18 XL haben die ACE-Verantwortlichen unter die Lupe genommen. Diese wurden laut Mitteilung allesamt anonym im Handel eingekauft, wobei der ACE auf Nachfrage bestätigt, dass die beiden Neuheiten Bridgestone Potenza Sport Evo sowie der Nokian Tyres Powerproof 2 – beide Reifen sind seit Jahresbeginn offiziell im Markt verfügbar – seitens der Hersteller zum Test angeliefert wurden. Während die Produkte von Linglong, Kumho und Nexen im Testfeld am unteren Ende der ermittelten Preisspanne liegen, wird für den Michelin Pilot Sport 4S nahezu die doppelte Summe aufgerufen. In puncto Performance liegen die Gummis jedoch deutlich näher beieinander, sodass der Erkenntnisgewinn überschaubar bleibt – insbesondere da ein zentrales Kriterium wie die Laufleistung nicht berücksichtigt wurde. 

Montiert auf einem VW Golf 8 mussten sich alle Reifen zunächst in verschiedenen Nass- und Trockentests – darunter Bremsen, Handling und Aquaplaning – beweisen. Diese fanden ebenso wie die Geräuschmessung auf dem Hakka Ring von Nokian Tyres in der Nähe von Madrid statt. Für die Rollwiderstandsmessung wurden ferner Nokian-Prüfstände in Finnland genutzt. Der Powerproof 2 der Finnen kann dabei seinen „Heimvorteil” nicht nutzen und fährt mit insgesamt 132 Punkten auf Rang sechs. Insgesamt fallen die Differenzen zwischen den Kandidaten wie erwähnt größtenteils nur sehr gering aus. Eine Ausnahme bildet das Nassbremsen, wo zwischen dem Top-Bremser Continental Sport Contact 7 (24,51 Meter) und dem Nexen N'Fera Sport (28,34 Meter) nahezu eine Wagenlänge liegt. Schlussendlich sind es 13 Punkte, die den Spitzenreiter Michelin Pilot Sport 4S (141 Punkte) vom Schlusslicht Nexen N'Fera Sport (128 Punkte) trennen. Punktgleich mit je 129 Punkten laufen derweil der Goodyear Eagle F1 Supersport und der Linglong Sport Master ein. 

Entsprechend trivial fällt das Fazit des ACE zu seinem Test aus: „Testsieger ist Michelin mit dem Pilot Sport 4S und 141 Punkten. Mit einem Punkt Unterschied folgt Continental und mit 138 Punkten belegt Bridgestone Platz 3. Falken erhält mit 135 Punkten ebenfalls noch das Urteil sehr empfehlenswert. Sie zeigen im Gesamtmix die beste Leistung aus Sicht der Verkehrssicherheit. Alle anderen sind immer noch empfehlenswert. Selbst Nexen auf dem letzten Platz überzeugt etwa im Aquaplaning. Dafür sind seine Bremswerte schlecht.”

ACE-Sommerreifentest 2026

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