Eine „Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit von Forschung und Entwicklung” und das Ziel einer F&E-Aufwandsquote von unter zehn Prozent – die Eckpunkte der aktuellen Mitteilung aus dem Hause Aumovio klingen nur allzu bekannt. Und auch das, was derartige Managementaussagen in der Realität bedeuten, erinnert an eine Meldung aus dem Continental-Konzern von vor rund einem Jahr: Aumovio streicht bis zu 4.000 Stellen weltweit im Bereich Forschung und Entwicklung. Im Februar 2025 waren es schon einmal 3.000 Arbeitsplätze, die mit ähnlicher Begründung in der damals noch zur Continental AG gehörenden Automotive-Sparte – heute eigenständig unter Aumovio firmierend – entfallen sollten. Die im Vorfeld der Abspaltung in die Wege geleitete „Effizienzmaßnahmen” erzielten offenbar nicht die vom Management gewünschte Wirkung, sodass nun weitere Beschäftigte in der F&E-Abteilung vor dem Jobverlust stehen.
Diesbezüglich wird in einer Aumovio-Mitteilung ausgeführt: „Mit dem Ziel, alternative Lösungen zur Effizienzsteigerung und Reduzierung des Abbaubedarfs in Deutschland zu entwickeln, hat Aumovio den sozialpartnerschaftlichen Dialog mit der Arbeitnehmervertretung aufgenommen. Die Umsetzung der Maßnahmen soll möglichst sozialverantwortlich gestaltet werden. So plant das Unternehmen unter anderem, an den betroffenen Standorten in Deutschland bereits Anfang März ein Freiwilligenprogramm zu starten.” Bei der genauen Anzahl der hierzulande betroffenen Arbeitsplätze bleiben die Verantwortlichen vage, die Rede ist lediglich von „einem Umfang bis in den hohen dreistelligen Bereich”. Das Ziel einer F&E-Aufwandsquote von unter zehn Prozent gemessen am Umsatz soll bis 2027 erreicht werden. Zum Ende des dritten Quartals 2025 lag der Wert bei 11,9 Prozent.
Wie es seitens des Zulieferers weiter heißt, steht der neuerliche Stellenabbau im Einklang mit weiteren Maßnahmen auf allen Ebenen. „Entlang aller Geschäftsfelder sieht Aumovio vor, das Technologieportfolio weiter zu fokussieren, auf Marktentwicklungen auszurichten und Aktivitäten stärker zu bündeln. Zusammen mit den bereits laufenden Maßnahmen zur Standardisierung, Automatisierung und verbesserten organisatorischen Aufstellung führt dies zu einem verringerten Stellenbedarf in den Entwicklungsbereichen des Unternehmens”, so der Wortlaut in der entsprechenden Mitteilung. Oder in den Worten von Aumovio-CEO Philipp von Hirschheydt: „In einem herausfordernden Umfeld ergreifen wir nun zusätzliche Maßnahmen, um konsequent unsere Effizienz zu steigern. Wir fokussieren uns dabei auf wertschaffende Technologien, investieren in Zukunftsfelder und nutzen neue ebenso wie bewährte Partnerschaften.“