„Die Durchbrüche bei KI ermöglichen es, völlig neue Kapitel in der Technik aufzuschlagen, die Entwicklung von Innovationen noch schneller voranzutreiben und daraus Geschäft zu machen“, fasst Stefan Hartung, Vorsitzender der Bosch-Geschäftsführung, die Möglichkeiten zusammen. Der Konzern sieht sich dabei bestens für das KI-Zeitalter aufgestellt und verweist auf seine europäische Spitzenstellung bei KI-Patenten mit mehr als 1.500 Patentanmeldungen in den vergangenen fünf Jahren. Dabei sieht Bosch besonders im Bereich der Mobilität enormes Potenzial, da mithilfe von KI und dadurch verbesserter Umfeldwahrnehmung und vorausschauender Fahrplanung, Fahrfunktionen präziser und sicherer werden können. Zudem verkürzt generative KI die Entwicklungszeiten, da Trainingsdaten aus der Fahrzeugpraxis effizient genutzt werden können. Somit peilt der Konzern langfristig bis Mitte der 2030er-Jahre mit Software, Sensorik, Hochleistungscomputern und Netzwerkkomponenten eine Verdopplung des Umsatzes auf dann deutlich mehr als 10 Milliarden Euro an.
Doch auch in der Industrie setzt Bosch auf „agentische KI“-Systeme, die selbstständig Entscheidungen treffen und Prozesse optimieren. „Agentische KI kann der KI einen ähnlichen Schub verleihen wie das Smartphone dem Internet“, sagt Tanja Rückert, Mitglied der Bosch-Geschäftsführung. In der Produktion arbeiten sogenannte Multiagentensysteme parallel an Aufgaben wie Wartung, Planung und Überwachung. Ziel ist eine höhere Produktivität und weniger Ausfallzeiten. Ab Herbst 2025 will Bosch eine entsprechende Plattform auch externen Unternehmen zugänglich machen – ohne Programmierkenntnisse, aber mit hohem Effizienzpotenzial. Gleichzeitig qualifiziert Bosch seine Belegschaft durch eine eigene „AI Academy“, in der seit 2019 bereits über 65.000 Mitarbeitende weitergebildet wurden.