Elektromobilität

Bosch meldet Großauftrag von Mercedes-Benz

Mehr als 50 Automobilhersteller weltweit bauen E-Autos mit Technik von Bosch.  Foto: Bosch

„Wir überzeugen Kunden mit unserer Kernkompetenz, komplexe Technik in hohen Stückzahlen mit signifikanten Skaleneffekten weltweit entwickeln und fertigen zu können. Wir liefern Lösungen für das elektrische Fahren in alle Märkte der Welt“, sagt Markus Heyn, Bosch-Geschäftsführer und Vorsitzender von Bosch Mobility. Bosch erreicht mit seinen E-Motoren eigenen Angaben zufolge einen Wirkungsgrad von bis zu 98 Prozent bei gleichzeitiger Erhöhung der Leistungsdichte. Ein Schlüsselfaktor dafür sei die neue Wicklungstechnologie. Zusätzlich seien die E-Motoren von Bosch mit der Rotor-Ölkühlung ausgestattet, welche die Wärme optimal abführe.

Als zentralen Vorteil bezeichnen die Bosch-Verantwortlichen die skalierbare Plattformarchitektur: Der Elektromotor könne je nach geforderter Leistung in seiner Länge variiert werden und lasse sich ohne großen Aufwand in unterschiedliche Achsvarianten einsetzen. In diesem Jahr plant der Automobilzulieferer über sieben Millionen Komponenten für das elektrische Fahren zu produzieren. Neben Premiumherstellern wie Mercedes-Benz arbeitet Bosch im Bereich der Elektromobilität auch mit einer Vielzahl weiterer international tätiger Automobilhersteller zusammen. In Indien etwa sollen im Rahmen eines Joint Ventures mit TataAutocomp Systems E-Achsen für den indischen Markt entwickelt, industrialisiert und gefertigt werden. Auch auf dem derzeit weltweit größten Fahrzeugmarkt China positioniert sich Bosch als Technologiepartner der Elektromobilität. „Wir arbeiten mit fast allen chinesischen, aber auch mit zahlreichen in China tätigen, internationalen Automobilherstellern zusammen“, so Marco Zehe, Vorsitzender des Bosch-Geschäftsbereichs Electrified Motion. Von Siliziumkarbid-Chips bis hin zu kompletten Antriebslösungen – Bosch will das gesamte Spektrum der Elektromobilität bedienen können. 

In unserer Print-Ausgabe (05/26) berichten wir unter anderem darüber, warum sich einige Zulieferer wie Continental strategisch und in ihrer Innovationskraft fokussieren. Die Automobilindustrie durchläuft mit der Digitalisierung, der Elektromobilität und komplexer Software eine tiefgreifende Transformation. Mischkonzerne haben es zunehmend schwerer, in Einzelbereichen eine Technologieführerschaft zu halten. Spezialisierte Zulieferer können ihre gesamten Forschungs- und Entwicklungsgelder in zukunftsträchtigen Technologiefeldern bündeln und agiler operieren. Darüber hinaus haben fokussierte Unternehmen eine größere Attraktivität für den Kapitalmarkt. 

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