Automobilzulieferer in der Krise

Brose denkt nun doch über Weiterführung des Standorts Würzburg nach

Brose Standort Würzburg webIm Juni werden Hubert Aiwanger und Markus Söder am Brose-Standort Würzburg erwartet.  Foto: Brose

Der Automobilzulieferer Brose SE mit Sitz in Coburg hatte aufgrund der schlechten Bilanzen im Jahr 2024 Sparmaßnahmen angekündigt, die eine Verschlankung der drei fränkischen Standorte Ccoburg, Bamberg/Hallstadt und Würzburg beinhalten. Nun, drei Monate später, gibt es neue Entwicklungen, die hoffen lassen: Wie es in einer Mitteilung des Unternehmens heißt, habe der Verwaltungsrat zugestimmt, „den Standort Würzburg weiterzuführen, sofern mit den Arbeitnehmervertretern und der öffentlichen Hand Vereinbarungen getroffen werden, die in Würzburg zu international wettbewerbsfähigen Standortkosten und einem wirtschaftlich tragfähigen Gesamtkonzept führen.“

Auch wenn damit eine Schließung natürlich nicht gänzlich vom Tisch ist, kommentierte Raymond Mutz, Geschäftsführer Antriebe, nach der Verwaltungsratssitzung am 8. Mai die Ergebnisse durchaus optimistisch: „Das ist eine gute Basis, um konstruktive Verhandlungen mit dem Betriebsrat und der IG Metall zu führen. Zusätzlich spreche ich mit der Staatskanzlei und dem Bayerischen Wirtschaftsministerium zu Möglichkeiten staatlicher Förderungen.“ Laut Mainpost kann eine endgültige Entscheidung nicht vor dem Sommer erwartet werden. Für den 10. Juni habe sich der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) zu einem Besuch in Würzburg angekündigt, am 30. Juni wird Ministerpräsident Markus Söder (CSU) erwartet.

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