Wie der Bekanntmachung des Gerichts zu entnehmen ist, wurde der Berliner Rechtsanwalt Joachim Voigt-Salus zum vorläufigen Insolvenzverwalter ernannt. Nach Angaben auf der Vereinswebseite zählt der 2009 gegründete BEM aktuell mehr als 450 Mitglieder. Mit in Summe mehr als einer Million Mitarbeitenden erwirtschaften diese jährlich ein Umsatzvolumen von rund 100 Milliarden Euro. Neben Automobilherstellern wie Kia oder Mitsubishi engagieren sich diverse Zulieferer, Spezialisten für Ladeinfrastruktur sowie Autohäuser, Agenturen, Versicherungen, Messegesellschaften, Energieversorger und „Verbände befreundeter Branchen” im BEM. In mehreren kleineren Arbeitsgruppen widmen sich die Akteure gezielt spezifischen Themen wie Mikromobilität, E-Mobilität in Autohäusern, dem Bereich Safety & Security, E-Bussen und E-Lkw oder auch dem Aspekt Kreislaufwirtschaft.
An der Spitze des Verbandes stehen die Vorstände Markus Emmert und Christian Heep. Gegenüber der Welt wollte sich Emmert zum Insolvenzantrag nicht äußern. Auf Führungsebene knirschte es in der jüngeren Vergangenheit allerdings offenbar gewaltig. Zwischen BEM-Gründungspräsident Kurt Sigl sowie Emmert und Heep kam es nach Berichten verschiedener Branchenmedien Ende 2023 zu offenen Streitigkeiten, die 2024 zur Trennung von Sigl führten. Wie es für den Verband nun nach dem Insolvenzantrag weitergeht, ist offen.