Dabei war die Veranstaltung ein Novum für BYD, denn es war gleichzeitig die erste eigene nationale Händlertagung. Im Mittelpunkt stand die Deutschlandpremiere des neuen BYD Atto 2, der im Kompaktsegment positioniert ist. Das Modell wird sowohl mit dem Super-Hybrid-Antrieb DM-i als auch in einer rein elektrischen Comfort-Version angeboten. Während die Hybridvariante Unternehmensangaben zufolge Reichweiten von bis zu 1.000 Kilometern ermöglicht, soll die batterieelektrische Ausführung mit einer Reichweite von bis zu 430 Kilometern vor allem Kunden ansprechen, die lokal emissionsfrei unterwegs sein wollen. Mit dieser Doppelstrategie verfolgt BYD weiterhin einen technologieoffenen Ansatz, der sowohl Plug-in-Hybride als auch vollelektrische Fahrzeuge umfasst.
„Unsere Händlerinnen und Händler haben BYD in diesem Jahr mit enormem Vertrauen und Pioniergeist unterstützt“, betonte Lars Bialkowski, Country Manager von BYD Deutschland, auf der Tagung in Köln, wo erst vor kurzem der erste BYD Concept Store geschlossen worden ist. „Die starken Verkaufszahlen der vergangenen Monate und die hervorragende Marktresonanz – insbesondere, dass der Seal U DM-i im November das meistzugelassene Plug-in-Hybrid-Modell in Deutschland war – zeigen, was wir gemeinsam erreichen können. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken.“ Bialkowski hat bei BYD zuletzt noch mehr Verantwortung übernommen. Neben seiner Führungsrolle hierzulande ist er seit Kurzem als Regional Director auch für die Märkte Belgien, Niederlande und Luxemburg zuständig.
Wachsendes Händlernetz und neue Premiummarke
Parallel zum Produktportfolio treibt der Hersteller auch den Ausbau seiner Vertriebs- und Serviceinfrastruktur voran. Anfang 2025 war BYD in Deutschland noch mit 26 Händlerstandorten vertreten, zum Jahresende stehen nach Unternehmensangaben 150 unterzeichnete Händler- und Servicestandorte. Bis Ende 2026 soll das Netz auf rund 350 Standorte anwachsen. Der schnelle Ausbau ist Teil einer klar formulierten Wachstumsstrategie, mit der BYD seine Sichtbarkeit erhöhen und die regionale Abdeckung verbessern will.
Auch auf technologischer Ebene kündigte das Unternehmen weitere Investitionen an. Eine zentrale Rolle spielt dabei die sogenannte „Mega Flash Charging"-Technologie. Diese soll es ermöglichen, innerhalb von fünf Minuten Energie für bis zu 400 Kilometer Reichweite nachzuladen. Bis Ende 2026 plant BYD die Installation von rund 300 entsprechenden Schnellladepunkten, vor allem bei deutschen Handelspartnern. Damit will der Hersteller nicht nur die Alltagstauglichkeit von Elektrofahrzeugen erhöhen, sondern sich auch im Bereich Ladeinfrastruktur stärker positionieren.
Der Blick auf Europa war ein weiterer Schwerpunkt der Tagung. BYD bekräftigte, dass die Fahrzeugproduktion im neuen Werk in Ungarn im ersten Halbjahr 2026 starten soll. Zudem wurde der Marktstart der Marke Denza für das Frühjahr angekündigt. Flankiert werden diese Schritte durch eine Neuaufstellung interner Strukturen, unter anderem in den Bereichen Flotte, Training, Operations, Gebrauchtwagenvermarktung und Aftersales. Ergänzend dazu plant BYD den Umzug seiner Deutschlandzentrale von Stuttgart nach Offenbach.