Mit dem Abschluss aller behördlichen Genehmigungsverfahren gehören die ehemaligen Ecobat-Werke in Freiberg und Braubach (Deutschland) sowie Arnoldstein (Österreich) künftig zur Clarios-Organisation. Werner Benade, Präsident bei Clarios EMEA, betont in diesem Zuge erneut die strategische Bedeutung der Transaktion: „Indem wir unsere Recycling- und Materialrückgewinnungskapazitäten ausbauen, schaffen wir eine resilientere und nachhaltigere Lieferkette – im Einklang mit den kommenden EU-Batterievorschriften und mit konkretem Mehrwert für Kunden und Gesellschaft."
Mit den drei neuen Standorten ist Clarios nach eigenen Angaben in der Lage, die erste unternehmenseigene Polypropylen-Veredelungsanlage („Compoundierung”) aufzubauen. In Verbindung mit den erweiterten Rückgewinnungsmöglichkeiten für den Kunststoff sowie den größeren Recycling-Kapazitäten für Blei sehen die Clarios-Verantwortlichen enormes Potenzial. Durch die Nutzung der Recycling-Materialien für die Produktion neuer Niederspannungsbatterien werde die Abhängigkeit von Primärrohstoffen gesenkt und die Umweltbilanz entlang des gesamten Batterielebenszyklus verbessert. Ferner trage Clarios so der wachsenden Nachfrage nach nachhaltigen Batterielösungen Rechnung.
Strategische Weichen stellte Clarios zuletzt auch auf personeller Ebene: Seit wenigen Wochen agiert Chris Courts als Chief Legal Officer des Unternehmens. Ende 2025 gab Clarios zudem den Kauf von Maxwell Technologies – einem Experten für Superkondensatoren – bekannt.