Nachhaltigere Reifenproduktion

Conti-Reifenwerk in Sarreguemines erhält Zertifizierung ISCC Plus

continental-sarreguemines-reifenfabrikDas Continental-Reifenwerk in Sarreguemines beschäftigt rund 1.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.   Foto: Continental

Die Zertifizierung International Sustainability and Carbon Certification (ISCC) Plus bescheinigt Continental die Einhaltung von speziellen Dokumentationspflichten in Bezug auf die Verwendung von erneuerbaren und recycelten Rohstoffen. Auch wird die vollständige Transparenz bei der Rückverfolgbarkeit der im Produktionsprozess eingesetzten Rohstoffe bestätigt. Durch die Zertifizierung der Rohstoffe kann Continental laut den Verantwortlichen eine lückenlose Rückverfolgbarkeit der Materialien aus erneuerbaren und recycelten Quellen sicherstellen. Continental schrumpf sich aktuelll ja bekanntlich auf das Geschäftsfeld Reifen zurück – mit der ISCC-Zertifizierung sieht die Reifendivision einen weiteren Schritt ihrer Nachhaltigkeitsbemühungen absolviert. Conti will bis 2030 mehr als 40 Prozent erneuerbare und recycelte Materialien in seinen Reifenprodukten verwenden. Neben dem Reifenwerk in Sarreguemines sind bereits die Werke in Lousado (Portugal), Hefei (China), Puchov (Slowakei) und Korbach (Deutschland) ISCC-Plus-zertifizierte Produktionsstätten von Continental Tires. Auch für das Continental-Reifenwerk in Otrokovice, eine der größten Produktionsstandorte des Unternehmens weltweit, bestätigt der Konzern die Nachhaltigkeitszertifizierung ISCC Plus. Mit über 5.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verfügt das Werk über eine Kapazität von bis zu 19 Millionen Pkw-Reifen und über einer Million Lkw- und Industriereifen pro Jahr. 

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Das Continental-Reifenwerk im tschechischen Otrokovice hat kürzlich die Nachhaltigkeitszertifizierung International Sustainability and Carbon Certification (ISCC) PLUS erhalten. Foto: Continental

Gegenstand der Zertifizierung waren laut Unternehmensangaben die Einhaltung und Dokumentation bestimmter Prozesse zur Massenbilanzierung von Rohstoffen. Beim Massenbilanzansatz werden fossile, erneuerbare und recycelte Rohstoffe in bestehenden Systemen und Prozessen gemischt. Entlang der gesamten Wertschöpfungskette werden die eingesetzten Mengen verfolgt und können so anteilig zugeordnet werden. Der Massenbilanzansatz soll Continental ermöglichen, den Anteil nachhaltigerer Materialien in den Produkten sukzessive zu erhöhen. „Wir arbeiten Schritt für Schritt daran, dass alle unsere Reifenwerke weltweit die international anerkannte ISCC-Plus-Zertifizierung erhalten. Die Zertifizierung unseres Reifenwerks in Sarreguemines unterstreicht unser starkes Engagement für mehr Transparenz entlang der gesamten Lieferkette und ermöglicht gleichzeitig die Einführung neuer und nachhaltigerer Materialien“, sagt Jorge Almeida, Leiter Nachhaltigkeit des Reifenbereichs bei Continental. Seit diesem Jahr setzt Continental in der Reifenproduktion verstärkt auf massenbilanzzertifizierte Materialien. Beispiele hierfür sind Synthesekautschuke aus biobasierten und biozirkulären Rohstoffen oder Ruß, der zum Teil mit Öl aus Kreislaufprozessen hergestellt wird.

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Jorge Almeida ist Leiter Nachhaltigkeit des Reifenbereichs von Continental. Foto: Continental

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