Die Partnerschaft von Continental mit der Tour de France geht 2026 in ihr neuntes Jahr. Der Hannoveraner Reifenhersteller stattet bei der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt sechs Teams mit Rennradreifen aus. Über ein Viertel des Pelotons kämpft sich also auf Gummis aus dem Korbacher Reifenwerk durch die Mühsal der Tour. Beim prestigeträchtigsten Radrennen der Welt vertrauen die Teams Groupama-FDJ United, UAE Team Emirates – XRG, Movistar Team, Bahrain Victorious, Decathlon CMA CGM AG2R La Mondiale und Uno-X Mobility auf Conti-Produkte. „Das Vertrauen der Teams ist für uns Ehre und Ansporn zugleich. Die Tour wird durch kleinste Details entschieden: auf jeder Etappe, bei jedem Wetter und auf jedem Untergrund. Deshalb investieren wir so viel Zeit und Know-how in die Entwicklung unserer Reifen – in enger Zusammenarbeit mit den professionellen Rennteams. Davon profitieren am Ende auch Freizeitfahrerinnen und Freizeitfahrer“, sagt Hannah Ferle, Produktexpertin für Fahrradreifen bei Conti.
Je nach Etappenprofil setzen die Teams auf vier unterschiedliche Modelle von Continental. Der wichtigste Reifen ist der Grand Prix 5000 S TR, der je nach Größe zwischen 250 und 365 Gramm wiegt und über eine Pannenschutzlage verfügt. Bei wechselhaften Wetterbedingungen nutzen die Teams den Ganzjahresreifen Grand Prix 5000 AS TR, auf Zeitfahretappen den Grand Prix 5000 TT TR mit optimiertem Rollwiderstandsvermögen und bei Etappen mit starkem Seitenwind kommt der Aero 111 zum Einsatz. Letzteres Profil soll am Vorderrad Luftströme gezielt führen und Verwirbelungen reduzieren. Seit der ersten Tour de France im Jahr 1903 ist die Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 25 auf über 40 Kilometer pro Stunde gestiegen. Dieser kontinuierlich steigenden Rennintensität liegt auch eine verbesserte Reifen-Performance zugrunde. Und auch der gesamte Rennkonvoi muss bei ähnlich hohen Geschwindigkeiten präzise positioniert bleiben und auch unter oftmals unvorhersehbaren Rennbedingungen zuverlässig reagieren und kontrollierbar bleiben. Die Performance der Reifen an Begleitfahrzeugen spielt daher eine entscheidende Rolle für Sicherheit, Handling und Zuverlässigkeit während des gesamten Rennens.
Zur Bereifung der Fahrzeuge bei der diesjährigen Tour gehören neben dem UltraContact NXT auch der PremiumContact 7 und der EcoContact 6. Erneut vertraut der Tour de France-Veranstalter A.S.O. auf Continental als Partner auch für die Bereifung der offiziellen Begleitmotorräder. Erneut begleiten 30 Kawasaki Versys 1100 die Tour durch Frankreich und wie im vergangenen Jahr sind die Crossover-Bikes mit dem ContiRoadAttack 4 bereift.
Die bei der Tour eingesetzten Rennradreifen sind laut Konzernangaben Serienprodukte. Die Gummimischung aus Korbach, die Schutzlage gegen Durchstiche und die Tubeless-Ready-Bauweise stecken sowohl im Profireifen als auch im Reifen für den Endkundenmarkt. Erkenntnisse aus dem Rennbetrieb fließen in die Weiterentwicklung der Serienreifen ein. Die Entwicklung der Rennradreifen stützt sich laut den Entwicklungverantwortlichen auf zwei Quellen: das Labor und den Rennbetrieb. Im Labor erfassen Prüfstände Rollwiderstand, Haftung und Belastbarkeit. Dabei rotieren die Reifen auf einer Stahltrommel. Sensoren messen Kräfte und Temperaturen. Die Werte sind reproduzierbar und liefern die Grundlage für Materialentscheidungen. Im Rennen ergänzen die Rückmeldungen der Profisportlerinnen und -sportler diese Daten. Sie geben Auskunft zu Haftung, Laufverhalten und Pannenanfälligkeit unter wechselnden Asphaltqualitäten, bei Hitze, bei Regen sowie in schnellen Kurven. „Der Profisport konfrontiert uns mit Bedingungen, die wir im Labor so nicht nachbilden können. Diese Erfahrungen fließen in die Entwicklung ein – für den Einsatz im Rennen und auf der Straße gleichermaßen“, so Hannah Ferle über den Technologietransfer aus dem Rennradsport. Produkte der Continental AG werden bei der Tour de France also über die Segmente hinweg omnipräsent sein. Das Konzern-Logo erwartet den Tour-Tross zudem am Ende einer jeden Etappe. Als offizieller Hauptpartner überreicht Conti den Tagessiegern die Trophäe auf dem Podium.
Automotive Insights wird bei der Ankunft in Paris am 26. Juli zu Gast sein und Eindrücke von der Tour-Präsenz zeigen.