US-Zollerhöhungen belasten Geschäft

Contis Reifen-Division meldet Umsatzrückgang

continental_unternehmenszentrale_hannoverContis Reifengeschäft gerät unter Druck.   Foto: Continental

Um 2 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro sinkt der Umsatz des Unternehmensbereichs Tires im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2025. Besonders mit Blick auf die EBIT-Marge, die die Reifen-Division ja immer so attraktiv hatte dastehen lassen, öffnet sich nun ein Spektrum der Bedrohlichkeit. Die EBIT-Marge des Reifenbereichs lag zwar unverändert im zweistelligen Bereich, aber auf Halbjahressicht unter dem Vorjahresniveau und damit am unteren Ende der Erwartung: In Q2 lag die bereinigte EBIT-Marge bei 12,0 Prozent (Q2 2024: 14,7 Prozent). Als Gründe für den Rückgang im Vergleich zum Vorjahresquartal nennt die Konzernspitze insbesondere die “US-amerikanischen Zollerhöhungen, Wechselkurseffekte sowie positive Aufholeffekte im zweiten Quartal des Vorjahres”. Keine offene Besorgnis, aber zumindest eine erhöhte Alarmbereitschaft dürfte das Management erfasst haben. Besonders mit Blick auf die internationalen Märkte und deren Volatilität müssen neue Antworten gefunden werden. Das Qualitätsversprechen allein wird nicht mehr ausreichen, da die Unterschiede besonders zu Produkten aus dem mittleren Preissegment nicht mehr so eklatant groß sind. Mit dieser sich schließenden Qualitätslücke sind aber selbstverständlich auch andere Premium-Marken beschäftigt. 

Der Unternehmensbereich ContiTech schwächelt weiter. Der Umsatzrückgang belief sich im Vorjahresvergleich auf 5,2 Prozent (1,6 Milliarden Euro). Die bereinigte EBIT-Marge lag im aktuell ausgewiesenen Zeitraum bei 5,8 Prozent, in Q2/2024 noch bei 7,1 Prozent. Das Ergebnis habe sich laut Management gegenüber dem Jahresauftakt zwar insbesondere durch eine höhere Industrienachfrage nach ContiTech-Produkten verbessert, Kernfaktor hierfür dürfte aber eine “verstärkte Kostendisziplin” sein. Über die Entlassungen und Werksschließungspläne berichteten wir ausführlich. Auch das Ergebnis von ContiTech wird durch Wechselkurseffekte belastet – und das Marktumfeld ist generell eingetrübt. Wenig Enthusiasmus dürfte auch mit Blick auf die Zahlen des Unternehmensbereichs Automotive aufkommen. Der Umsatz lag im zweiten Quartal bei 4,7 Milliarden Euro (Q2 2024: 5,0 Milliarden Euro, -5,0 Prozent). Bereinigt um den Einfluss von Wechselkurseffekten und Konsolidierungskreisveränderungen, ergab sich eine organische Umsatzentwicklung von -1,2 Prozent. Die bereinigte EBIT-Marge lag bei 9,0 Prozent. 

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