Immer mehr Fahrerinnen und Fahrer zeigen sich sowohl von der Technologie als auch von der Fahrweise von E-Autos überzeugt. Entsprechend stiegen zuletzt auch die Auftragseingänge für vollelektrische Pkw (BEV) massiv an. Selbst der Gebrauchtwagenmarkt für E-Autos zeigt seit längerem eine starke Dynamik. Den allgemeinen Trend bestätigte nun auch die TÜV Mobility Studie 2026, für die die forsa Gesellschaft für Sozialforschung im Auftrag der Prüforganisation 2.504 deutschsprachige Personen ab 18 Jahren befragte. Der Studie zufolge würde jeder bzw. jede Vierte bei einem Autokauf ein reines Elektroauto bevorzugen und ebenfalls ein Viertel ein Hybridfahrzeug. Nur gut ein Drittel würde noch einen Verbrenner vorziehen. Das Potenzial sei sogar noch etwas größer. Auch für ein Viertel derjenigen, die eigentlich einen Verbrenner oder ein Hybridfahrzeug bevorzugen, käme ein E-Auto infrage.
Ein breites Angebot an E-Modellen, neue staatliche Förderungen und nicht zuletzt die hohen Spritpreise haben den Verantwortlichen zufolge viele Autokäufer zum Umdenken bewegt. Altbekannte Vorbehalte bestünden allerdings nach wie vor. Genannt werden hohe Anschaffungskosten, zu geringe Reichweiten und zu wenige Ladestationen. Letzteres beklagen überdurchschnittlich viele Bewohner von Großstädten. Als Herausforderungen im Alltag nennt die Studie für Besitzer von E-Autos vor allem die deutlich sinkenden Reichweiten im Winter, intransparente Preise an öffentlichen Ladesäulen sowie die Vielfalt und Komplexität der Bezahlsysteme.
Grundsätzlich bleibt das Auto der Studie zufolge insgesamt unangefochten an der Spitze der alltäglichen Mobilität. Demnach besitzen 88 Prozent der Haushalte mindestens ein Auto. Zudem bleibt das Auto das wichtigste Verkehrsmittel. 83 Prozent der Befragten haben in den letzten 12 Monaten fast täglich bzw. mindestens einmal pro Woche das Auto genutzt. Nur 20 Prozent der Befragten nutzten (fast) täglich bzw. mindestens einmal pro Woche den ÖPNV oder das Fahrrad. Allerdings nimmt die Autonutzung mit der Ortsgröße ab, parallel nimmt die ÖPNV-Nutzung zu. Während in kleinen Orten mit weniger als 5.000 Einwohnern 96 Prozent der Befragten (fast) täglich bzw. mindestens einmal pro Woche das Auto nutzen und nur 8 Prozent den ÖPNV, ist das bei großen Orten mit mehr als 500.000 Einwohnern nicht mehr der Fall. Dort nutzen 66 Prozent das Auto, 47 Prozent den ÖPNV und die meisten (68 Prozent) gehen zu Fuß.