Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Umsatz um 3,4 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro. Das bereinigte Betriebsergebnis (EBIT) belief sich auf rund 275 Millionen Euro, was einem Wachstum von 3,3 Prozent gegenüber 2024 entspricht. Der Auslandsanteil am Umsatz betrug dabei 39 Prozent, 2024 belief sich dieser Anteil noch auf 38 Prozent. „Diese Entwicklung zeigt die Stabilität des Geschäftsmodells von Dekra und die anhaltend hohe Nachfrage nach unseren unabhängigen Prüf-, Test- und Zertifizierungsdienstleistungen. Gerade mit zunehmender Digitalisierung in allen Bereichen steigt der Bedarf an unabhängiger Prüfung und Zertifizierung“, so Stan Zurkiewicz, CEO und Vorstandsvorsitzender von Dekra. Für 2026 prognostiziert das Unternehmen trotz geopolitischer Verwerfungen und möglicher Handelskriege einen weiteren Anstieg des Umsatzes im mittleren einstelligen Bereich.
Laut Geschäftsbericht konnte Dekra in allen Regionen Wachstum oder zumindest ein stabiles Ergebnis erzielen. Die Region GSA (Deutschland, Schweiz, Österreich) blieb den Verantwortlichen zufolge dabei der wichtigste Markt und erwirtschaftete mit rund 2,7 Milliarden Euro (+4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) mehr als die Hälfte des Konzernumsatzes. In der Region Südeuropa, Naher Osten und Afrika (SEMEA) wurde der Umsatz auf 753 Millionen Euro (+3 Prozent) gesteigert, in Nord- und Mitteleuropa (NCE) auf 539 Millionen Euro (+4 Prozent). Die Region Americas konnte ihren Umsatz moderat auf 166 Millionen Euro (+2 Prozent) steigern, während die Region Asien-Pazifik (APAC) stabil auf Vorjahresniveau (261 Millionen Euro) blieb. Alle Geschäftsbereiche haben den Verantwortlichen zufolge zur positiven Umsatzentwicklung beigetragen. Die wichtigste Säule, die die Dekra-Jahresbilanz 2025 stützte, blieb allerdings der Bereich „Vehicles“, der Services entlang des gesamten Fahrzeuglebenszyklus umfasst.
Während der Konzern von 2023 auf 2024 seine Gesamtbelegschaft um 968 Stellen auf 47.803 reduzierte, stieg die Zahl der Beschäftigten zum Stichtag 31.12.2025 wieder auf 48.155. Im Heimatmarkt Deutschland hat Dekra zudem gezielt Personal aufgebaut und die Belegschaft um rund 600 Mitarbeitende erweitert. Zum Jahresende 2026 rechnet der Konzern mit einem leichten Anstieg der Beschäftigungszahl, getragen durch die Regionen, den Bereich Temp Work, in den Dienstleistungen unter anderen im Bereich Bewerber-, Veranstaltungs- und Logistikmanagement fallen und die Zentralbereiche. Ende 2025 ließ Zurkiewicz im Rahmen des 100-jährigen Jubiläums zudem verlauten, dass hierzulande Stellen vor allem in den technischen und prüfnahen Funktionen zu besetzen sind.
Investitionen in Zukunftsfelder für weiteres Wachstum
Die Transformation der Mobilität und der Fortschritt von Künstlicher Intelligenz durchdringen auch das Geschäft der Prüfgesellschaft. Daher will Dekra seine Strategie und Aktivitäten für die kommenden fünf Jahre auf die Transformationsfelder Mobilität, Digital Trust und Nachhaltigkeit ausrichten. „Produkte, Fahrzeuge und Systeme werden immer stärker vernetzt, softwaredefiniert und KI-gestützt. Damit steigt auch der Bedarf an unabhängiger Validierung“, erklärt Zurkiewicz. Bereits 2025 investierte das Unternehmen insgesamt 127 Millionen Euro, davon rund 40 Millionen Euro im Heimatmarkt Deutschland. „2025 war für uns ein Jahr, in dem wir die Grundlage für die nächste Wachstumsphase gelegt haben“, erläutert Zurkiewicz. „Wir haben gezielt in unsere Zukunftsfelder Mobilität, Digital Trust und Nachhaltigkeit investiert – genau dort, wo Vertrauen zur Voraussetzung für die Skalierung von Innovationen wird.“ Parallel dazu wurde das Portfolio gezielt durch strategische Partnerschaften und Beteiligungen gestärkt, zum Beispiel durch die Partnerschaft mit Sphere Energy, um KI-basierte Simulation und klassische Prüfung in der Batterievalidierung zu kombinieren. Im September vergangenen Jahres eröffnete Dekra am Lausitzring im brandenburgischen Klettwitz zudem ein neues Batterietest-Center, das alle Arten von relevanten Batterietests unter einem Dach vereinen soll. Darüber hinaus entstanden weitere 5G- und WiFi-Prüfeinrichtungen in Asien und Europa sowie zusätzliche Testeinheiten im US-Bundesstaat Michigan.