“Vier-Augen-Prinzip”-Tool für Werkstätten

Der stille Umsatzverlust in der Kalkulation – und wie KI ihn stoppen kann

Ein Demo des Dokumentenassistenten kann unter www.mmmint.ai/solutions/dokumentenassistent angefordert werden.   Foto: Mint Software GmbH

Mit zunehmender Komplexität von Kostenvoranschlägen steigt auch das Risiko für Fehler und fehlende Positionen. Die Mint Software GmbH will mit ihrem digitalen Tool auf KI-Basis genau dort ansetzen. Der entwickelte Dokumentassistent ist nach Aussage von Sales Manager Fabian Zahn bewusst einfach gehalten: Serviceberater laden einen Kostenvoranschlag per Drag & Drop hoch. Die KI analysiert das Dokument und erstellt einen strukturierten Prüfbericht mit konkreten Hinweisen und Handlungsempfehlungen – noch bevor der Voranschlag an Kunden oder Versicherungen übermittelt wird. „Es handelt sich im Kern um ein digitales Vier-Augen-Prinzip – nur schneller, konsistenter und ohne typische Flüchtigkeitsfehler", wirbt Zahn. 

Das Team der Mint Software GmbH präsentierte der Redaktion im Rahmen einer Flottenmesse das Funktionsspektrum und die Praktikabilität ihrer Lösung. Unvollständige Positionen sollen durch das System zuverlässig erkannt werden, ebenso Auffälligkeiten bei Nebenkosten. Besonders häufig seien im Werkstattalltag in den administrativen Prozessen vergessene Arbeitswerte, die direkt zu entgangenem Umsatz führten, so Fabian Zahn. Die KI identifiziere solche Lücken systematisch und sorge so für “wirtschaftlich saubere Kalkulationen”. Ein weiterer Mehrwert zeigt sich laut Zahn im Bereich Aftersales: “Fällige HU-Termine lassen sich im Rahmen der Prüfung gezielt erkennen und direkt berücksichtigen – zusätzliche Potenziale werden so nicht übersehen, sondern systematisch in den Prozess integriert.”

Präsentierte der Redaktion den Dokumentenassistenten: Sales Manager Fabian Zahn. Foto: Kay Lehmkuhl

Für neue Werkstatt-Mitarbeiter soll die Lösung quasi wie ein digitaler Sparringspartner wirken – jederzeit verfügbar, ohne Zeitdruck, ohne Urteil. Nach Aussage von Fabian Zahn fördert das KI-Tool strukturierte Prozesse und führt zu weniger Rückfragen und mehr Sicherheit in der täglichen Arbeit. “Unser Ziel ist es allerdings nicht, bestehende Abläufe zu ersetzen, sondern sie gezielt zu unterstützen – dort, wo im Alltag Zeit verloren geht oder Fehler entstehen”, so Zahn. Die automatisierte Dokumentenprüfung der Mint Software GmbH ist ein konkretes Beispiel dafür, wie KI heute bereits messbaren Mehrwert in der Werkstattpraxis liefern kann.

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