Weitere Verschlankung des Fertigungsnetzwerks

Dumarey Group akquiriert Aumovio-Standort Mechelen 

Aumovio Mechelen DumareySoll künftig unter dem Dach der Dumarey Group agieren: der Aumovio-Standort Mechelen.  Foto: Aumovio 

Nach einem Umsatz von rund 18,5 Milliarden Euro (-5 Prozent) im Jahr 2025 rechnen die Aumovio-Verantwortlichen für das laufende Geschäftsjahr mit einem ähnlichen Niveau. Aufgrund eines schwierigen gesamtwirtschaftlichen Kontexts und eines zunehmenden Wettbewerbsdrucks will sich der Konzern daher effizienter aufstellen. Verschiedene Maßnahmen, die auf diese Ziele einzahlen sollen, wurden bereits angestoßen: Der Verkauf des Bremsenwerks im italienischen Cairo Montenotte wurde bereits im vergangenen Jahr finalisiert und auch ein massives Stellenabbau-Programm wurde bereits verkündet. Ihre Fortsetzung finden diese Bemühungen nun in der geplanten Veräußerung des Standorts Mechelen. 

Wie das Aumovio-Management um CEO Philipp von Hirschheydt mitteilt, ist der Schritt Teil der weiteren Konsolidierung des Fertigungsnetzwerks. An dem 1971 gegründeten Standort werden Magnetventile, hydraulische und elektronische Steuergeräte sowie Raddrehzahlsensoren für die Automobilindustrie auf dem europäischen Markt gefertigt. Dieser verzeichne jedoch sinkende Produktionsvolumina und einen anhaltenden Preisdruck, weshalb es nötig sei, „die Produktion an Nachfrage und Kostenerfordernissen auszurichten.” „Wir arbeiten weiter an der Umsetzung unserer Strategie, sorgen für Kontinuität und geben dem Standort und seinen Mitarbeitenden eine Perspektive für die Zukunft. Die Dumarey Group hat ihre Wurzeln in Belgien und langjährige Erfahrung in verschiedenen Industriebranchen, darunter Automotive. Wir sind überzeugt, dass sie der richtige Eigentümer ist, um den Standort in die Zukunft zu führen“, erklärt Philipp von Hirschheydt.

„Erfahrung in der Neuausrichtung von Unternehmen” 

Im Zuge der Übernahme durch die Dumarey Group sollen in Mechelen für einen begrenzten Zeitraum zunächst weiterhin Aumovio-Komponenten produziert werden. Während der neue Eigentümer unterdessen neue Produkte sowie Aktivitäten für andere Industriesektoren vor Ort einführt, verlagert Aumovio die Fertigung schrittweise an andere Standorte innerhalb seines Fertigungsnetzwerks. Die nach belgischem Recht erforderliche Informations- und Konsultationsphase durch das zuständige Gremium des Werks Mechelen läuft bereits. Der Vollzug der Transaktion unterliegt diesem Prozess sowie weiteren erforderlichen behördlichen Genehmigungen. Zum erwarteten zeitlichen Rahmen sowie zu finanziellen Details des Deals wurden keine Angaben gemacht. 

Guido Dumarey, der mit seinem Unternehmen Anfang 2025 bereits die US-Sparte von Mahle Powertrain übernommen hat, kommentiert: „Zwar ist die Automobilindustrie in einer herausfordernden Lage, gleichzeitig können daraus neue Geschäftsmöglichkeiten entstehen. Die Dumarey Group hat viel Erfahrung darin, Unternehmen neu auszurichten. Für das Werk in Mechelen plane ich, auf den Erfahrungen in der Fertigung aufzubauen, die wir in unseren bestehenden Marktsegmenten gewonnen haben. Diese Expertise möchte ich zudem mit weiteren Initiativen verbinden, die die Dumarey Group in verschiedenen Branchen verfolgt. Außerdem freue ich mich sehr, wieder in Belgien aktiv zu sein – einem Land, zu dem ich sowohl persönlich als auch beruflich eine enge Verbindung habe.“

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