Immer mehr vollelektrische Pkw (BEV) und Plug-in Hybride (PHEV) fahren auf europäischen Straßen. Gemäß der aktuellen Zulassungsdaten des Europäischen Automobilherstellerverbands (ACEA) verzeichneten allein BEV im Januar 2025 mit 154.230 Neuzulassungen ein Wachstum von rund 24 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Auch der Gebrauchtwagenmarkt für E-Autos verzeichnete dem aktuellen DAT Barometer zufolge zuletzt eine positive Dynamik, obschon potenzielle Käuferinnen und Käufer weiterhin Skepsis gegenüber gebrauchten E-Auto-Batterien hegen, insbesondere hinsichtlich deren Langlebigkeit. Denn die Batterie-Restkapazität eines gebrauchten E-Autos hat einen großen Einfluss auf den Verkaufswert des Fahrzeugs. Die im „Battery Performance Index 2025“ veröffentlichten Daten zur langfristigen Batteriegesundheit von E-Fahrzeugen dürften diese Vorbehalte nun weiter entschärfen, denn der Studie zufolge überschritten die meisten E-Auto-Batterien die Garantieschwellenwerte selbst bei fortgeschrittenem Fahrzeugalter und hoher Laufleistung. Im Rahmen der Studie hat die Generational Technologies Ltd., ein in London ansässiges Unternehmen für Batteriediagnosen, den Gesundheitszustand (State of Health, SoH) von neuen sowie gebrauchten E-Autos analysiert, um die tatsächliche lang-und kurzfristige Verschlechterung der Batterieleistung zu beziffern. Der SoH ist ein Maß, mit dem der Zustand einer Batterie im Verhältnis zu ihrer ursprünglichen Kapazität im Neuzustand beschrieben wird und ist auch für den Gebrauchtwagenmarkt von Bedeutung.
Den Ergebnissen zufolge liegt der durchschnittliche SoH bei allen für 2025 erfassten Fahrzeugen bei 95,15 Prozent. Fahrzeuge mit einem Alter zwischen acht und neun Jahren wiesen den Verantwortlichen zufolge eine mittlere Kapazität von 85 Prozent auf und lagen damit deutlich über der 70-Prozent-Marke, ab der die meisten Herstellergarantien griffen. Fahrzeuge mit hoher Laufleistung – also solche mit mehr als 160.000 gefahrenen Kilometern – wiesen der Studie zufolge häufig einen SoH zwischen 88 Prozent und 95 Prozent auf. Die Ergebnisse untermauerten dem Unternehmen zufolge, dass Laufleistung allein kein verlässlicher Indikator für den Zustand der Batterie sei. Allerdings verwiesen die Zuständigen darauf, dass die individuellen Ergebnisse je nach Fahrzeugmarke und -modell variierten. Für die Studie hat Generational insgesamt über 8.000 Pkw und leichte Nutzfahrzeuge mit vollelektrischem Antrieb bzw. Plug-in Technologie von 36 Herstellern analysiert. Das Alter der getesteten Fahrzeuge reichte den Verantwortlichen zufolge von neuwertig bis hin zu zwölf Jahren, der maximale Kilometerstand lag bei ca. 257.000 Kilometern.