Mit der jüngsten Vereinbarung gibt Ecobat nicht nur seine hiesigen Aktivitäten im Batterierecycling, sondern auch sein Spezialblei-Geschäft auf. „Nach Abschluss dieser Transaktion – zusammen mit den bereits angekündigten Veräußerungen in Frankreich, Italien und im Bereich Batteriedistribution – kann sich Ecobat wieder voll und ganz auf sein Kerngeschäft im Recycling sowie auf sein globales Lithium-Ionen-Batteriegeschäft konzentrieren. Ecobat verfolgt weiterhin zusätzliche Möglichkeiten, um den Wert für die Aktionäre über diese Transaktionen hinaus zu maximieren“, kommentiert Tom Slabe, Präsident und CEO von Ecobat, den Schritt. Die Ende 2023 in Betrieb genommene Anlage in Hettstedt in Sachsen-Anhalt verbleibt dem Vernehmen nach im Ecobat-Verbund.
Unterdessen liegt das Italien-Geschäft von Ecobat künftig in den Händen von Haiki + S.p.A., während mit Campine NV eine Vereinbarung zur Übernahme des Bleigeschäfts in Frankreich getroffen wurde. Die Sparte Batterievertrieb wiederum geht an das Unternehmen Endless LLP. Als gebündelte Geschäftseinheit sollen nun auch die Ecobat-Aktivitäten in Deutschland und Österreich den Eigentümer wechseln. Das als Käufer in Erscheinung tretende Unternehmen Clarios vertreibt Batterielösungen für unterschiedliche Anwendungen und ist insbesondere über seine Tochtermarke Varta bekannt. Zum neuen Eigentümer teilt Tom Salbe mit: „Die Expertise und die strategische Vision von Clarios bieten eine starke Grundlage für den weiteren Erfolg dieser Aktivitäten in Deutschland und Österreich.“
Werner Benade, Präsident EMEA bei Clarios, spricht in Bezug auf den Deal von einem „wichtigen Meilenstein für unsere Aktivitäten in Europa.“ „Diese Expansion wird unsere europäische Recycling-Infrastruktur stärken, die Widerstandsfähigkeit der Lieferkette verbessern und die Lieferung hochwertiger Sekundärrohstoffe – darunter auch solche, die in unserer führenden Marke Varta verwendet werden – unterstützen, um die wachsende Nachfrage nach fortschrittlichen Niederspannungsbatterien zu befriedigen, die Energiewende in der Automobilindustrie voranzutreiben und unsere Führungsposition in der Kreislaufwirtschaft zu festigen“, so Benade. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der üblichen behördlichen Genehmigungen.