Ein sichtbares Zeichen setzte Eibach bereits im Sommer mit dem Projektfahrzeug auf Basis des VW Golf VIII GTI Clubsport, das im Juli auf den – inzwischen eingestellten – PS Days in Hannover erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Der 300-PS-GTI knüpft an die Tradition seriennaher Performance-Umbauten an, für die Eibach seit Jahren steht. Im Fokus standen die höhenverstellbaren SportlinePlus-Gewindefedern mit einer Tieferlegung von bis zu 25 Millimetern sowie ein Anti-Roll-Kit, das die Seitenneigung reduziert und das Handling präziser auslegt. Der Ansatz bleibt dabei Unternehmensangaben zufolge bewusst praxisnah, indem er sich trotz Motorsport-DNA an straßentauglichen Serienfahrzeugen orientiert.
Neben Hannover war Eibach 2025 auf zahlreichen weiteren Veranstaltungen präsent. Ein besonderer Akzent lag auf dem „Sauerländer Tuningtreffen“, das im August auf dem Werksgelände in Finnentrop-Wiethfeld stattfand und mehrere tausend Besucher anzog. Das Format soll aufgrund der Resonanz im kommenden Jahr fortgesetzt werden. Zum Jahresabschluss stand dann die Essen Motor Show im Fokus. Dort präsentierte Eibach in Halle 3 nicht nur den GTI Clubsport, sondern auch den DTM Ford Mustang GT3 des Haupt Racing Teams.
Über den Messekalender hinaus markiert 2025 vor allem den Übergang in eine neue Motorsportphase. Ab der Saison 2026 wird Eibach Official Supplier der DTM und führt damit die langjährige Zusammenarbeit mit dem ADAC auf höchster nationaler Ebene fort. In den vergangenen Jahren war das Unternehmen bereits in zahlreichen Serien vertreten, darunter ADAC Formel 4, GT Masters, GT4 Germany und TCR. Der Einstieg in die DTM sieht Eibach als Signal für den Anspruch, Fahrwerkstechnologie aus dem Spitzenmotorsport in die Serie zu transferieren.
75-jähriges Jubiläum
Ein weiterer Fixpunkt für 2026 ist das 75-jährige Bestehen des Unternehmens. Aus einem 1951 gegründeten Familienbetrieb hat sich Eibach zu einem international aufgestellten Anbieter entwickelt, mit Produktionsstandorten in Deutschland, den USA und China sowie Engineering- und Vertriebsstrukturen in Australien, Großbritannien und Südafrika. Rund 700 Mitarbeitende arbeiten heute für die Gruppe, die Kunden in etwa 80 Ländern betreut. Das Jubiläumsjahr soll dabei weniger als nostalgischer Rückblick verstanden werden, sondern als Brücke zwischen gewachsener Fertigungskompetenz und künftigen Anforderungen an Fahrwerks- und Federtechnologien.