Im Vergleich zum Vorjahr stagnierte der Umsatz des Automobilzulieferers währungsbereinigt bei 8,0 Milliarden Euro, unter Berücksichtigung negativer Wechselkurseffekte sank der Umsatz hingegen um 2,1 Prozent auf 7,9 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis verbesserte sich von 446 Millionen Euro im Vorjahr auf nun 474 Millionen Euro. Die operative Marge stieg im Jahresvergleich von 5,6 auf 6,0 Prozent. Der Netto-Cashflow stieg von 189 Millionen Euro auf zuletzt 318 Millionen Euro. „Wesentlicher Treiber war unser Elektronikgeschäft, mit dem wir zentrale Zukunftsfelder wie automatisiertes Fahren, Elektromobilität und softwaredefinierte Fahrzeugarchitekturen adressieren“, sagte Prof. Dr. Peter Laier, Vorsitzender der Geschäftsführung von Forvia Hella. Der Umsatz in der Business Group Elektronik stieg um 4,5 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro, getragen von einer positiven Entwicklung des Radarbereichs. Im europäischen sowie chinesischen Markt konnte Forvia Hella von einer gestiegenen Nachfrage nach Fahrzeugzugangssystemen profitieren; in China hat sich zudem das Geschäft mit Low-Volt-Batteriemanagementsystemen im Zuge von Serienanläufen im Vorjahr erfolgreich entwickelt.
In der Business Group Licht sank der Umsatz um 8,3 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro, was den Verantwortlichen zufolge auf den Auslauf verschiedener großvolumiger Serienprojekte zurückzuführen ist. Insbesondere der chinesische sowie der amerikanische Markt waren davon betroffen. Zusätzlich haben rückläufige Produktionsvolumina im europäischen Raum die Geschäftsentwicklung des Lichtbereichs beeinträchtigt und zu geringeren Abrufzahlen geführt. Im Bereich Lifecycle Solutions, dem Ersatzteil- und Werkstattgeschäft des Automobilherstellers, blieb der Umsatz mit 1,0 Milliarden Euro weitgehend konstant. Das freie Ersatzteilgeschäft hat sich, vor allem im Zusammenhang mit einem erweiterten Angebot im asiatischen Raum, stabil entwickelt. Demgegenüber wurde die Geschäftsentwicklung der Business Group von einer anhaltenden Investitionszurückhaltung im Land- und Baumaschinenbereich sowie im Werkstattgeschäft leicht negativ beeinträchtigt.
Für das laufende Geschäftsjahr 2026 erwartet der Automobilzulieferer einen währungsbereinigten Umsatz zwischen 7,4 und 7,9 Milliarden Euro. Für die operative Marge geht das Unternehmen von einem Wert zwischen rund 5,4 und 6,0 Prozent aus. „Auch in 2026 bleibt das Branchenumfeld weiter anspruchsvoll, mit voraussichtlich stagnierenden Produktionsvolumina und ohne positive Impulse aus dem Markt. Wir werden daher unsere Agilität und Innovationsgeschwindigkeit weiter erhöhen, unsere Wettbewerbsfähigkeit konsequent stärken und die regionale Diversifizierung beschleunigen. Im Lichtbereich wollen wir zudem die Transformation weiter vorantreiben und hier die Profitabilität nachhaltig verbessern. In der Elektronik bespielen wir in marktführender Position beispielsweise mit unseren Radarsensoren und intelligenter, komplexer Steuerungselektronik große Markttrends der Mobilität von morgen. In Lifecycle Solutions wollen wir zudem eine zweistellige Ergebnismarge nachhaltig absichern. Zusammenfassend sehen wir auf dieser Basis für unser Geschäft mittelfristig große Zukunftschancen“, so CEO Peter Laier.