Starke Nachfrage im März

EU-Neuzulassungen steigen, E-Autos gewinnen an Boden

Voll- und Teilzeitstromer machen den Verbrennern in der EU zunehmend den Platz streitig.  Foto: scharfsinn86 - stock.adobe.com

Wie der Branchenverband der europäischen Automobilhersteller ACEA (European Automobile Manufacturers’ Association) berichtete, wurde der Automobilmarkt im ersten Quartal des Jahres 2026 durch eine starke Konsumentennachfrage im März gestützt. Grund für die Kaufbereitschaft waren dem Verband zufolge Steuervergünstigungen und Förderprogramme in den wichtigsten europäischen Ländern. Dabei griffen die Käuferinnen und Käufer insbesondere zu hybriden und vollelektrischen Fahrzeugen.

Im ersten Quartal 2026 wurden in der EU 546.937 neue batterieelektrische Pkw zugelassen, was einem Marktanteil von 19,4 Prozent entspricht. Die vier größten Märkte in der EU, auf die zusammen über 60 Prozent der Zulassungen von batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV) entfallen, lieferten dabei uneinheitliche Ergebnisse. Während Italien (+65,7 Prozent), Frankreich (+50,4 Prozent) und Deutschland (+41,3 Prozent) ein starkes Plus meldeten, verzeichnete Belgien einen leichten Rückgang (-2,3 Prozent).

Hybrid-Elektroautos kamen in der EU auf 1.089.421 Neuzulassungen, getragen vom Wachstum in Italien (+25,8 Prozent) und Spanien (+18,5 Prozent), wobei auch Deutschland (+7,4 Prozent) und Frankreich (+3,1 Prozent) positiv beitrugen. Insgesamt machten Hybrid-Elektro-Modelle 38,6 Prozent des gesamten EU-Marktes aus. Auch die Zulassungen von Plug-in-Hybriden wuchsen weiter und erreichten in den ersten drei Monaten des Jahres 268.344 Einheiten. Damit standen sie für 9,5 Prozent der EU-Zulassungen, gegenüber 7,6 Prozent im ersten Quartal 2025.

Die Zulassungen von Benzin-Pkw gingen unterdessen um 18,2 Prozent zurück, wobei in allen wichtigen Märkten signifikante Rückgänge verzeichnet wurden. Frankreich meldete den stärksten Rückgang mit einem Einbruch der Zulassungen um 40,3 Prozent, aber auch Italien (-18,6 Prozent), Spanien (-18,1 Prozent) und Deutschland (-16,1 Prozent) vermeldeten zweistellige Rückgänge. Mit 636.502 Neuzulassungen in den letzten drei Monaten sank der Marktanteil von Benzinfahrzeugen von 28,7 Prozent im ersten Quartal 2025 auf nun 22,6 Prozent. Auch der Markt für Dieselfahrzeuge setzte seinen Abwärtstrend fort. Die Zulassungen fielen um 15,7 Prozent und machten im ersten Quartal 2026 nur noch 7,7 Prozent der Neuzulassungen aus.

Neuzulassungen (Q1 2026) von Pkw in der EU nach Antriebsart. Foto: ACEA

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