Als einer der zentralen Eckpunkte des Messejahres 2026 steht die Automechanika Frankfurt fest im Terminkalender diverser Branchenakteure. Wenn die Messe im September zum 27. Mal ihre Tore öffnet, dürfen sich Besucherinnen und Besucher auf diverse Neuerungen freuen. So ist bereits bekannt, dass der markengebundene automobilen Aftermarket in Zusammenarbeit mit dem Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) größeren Raum auf der Automechanika einnehmen soll. Die Basis dafür bildet die vom VDIK gestartete „Road to Automechanika”, die nach dem am 28. Januar in Berlin erfolgten Kick-off am 24. März in Frankfurt Station macht, bevor am 24. Juni erneut ein Event in Berlin geplant ist.
Michael Johannes, Vice President Mobility & Logistics, führt bezüglich der Kooperation aus: „Im Aftersales werden Geschäftsmodelle im Bereich der Fahrzeugdaten immer bedeutender. Vor allem Assistenzsysteme, Car-Safety und -Entertainment sind Wachstumsbereiche. Auf Kundenseite lässt sich ein gesteigertes Interesse für Wartungs- und Servicemanagement beobachten. Hier bietet die Automechanika als internationale Plattform für Werkstatt, Industrie und Handel beste Voraussetzungen für geschäftliche Begegnungen und Wissenstransfer.“ In diesem Zuge wird es unter dem Stichpunkt Software-Defined-Vehicle (SDV) auch einen dedizierten Themenschwerpunkt zur zunehmenden Vernetzung moderner Fahrzeuge geben. „Im neuen Forum ‚HighTech4Mobility‘ dreht sich alles um die Frage: Wie weit sind die Technologien für ein Software Defined Vehicle entwickelt, und welche Strategien gibt es für ein effektives Lifecycle Management? Wie steht es um Advanced Driver Assistance Systems (ADAS), autonomes Fahren, Datenmanagement, Cybersecurity und In-Car-Entertainment? Eingeladen sind Softwareunternehmen, OEMs, Tier-1 und Branchen-Experten, die über Strategien, Innovationen und neue Geschäftsmodelle für den Aftermarket diskutieren“, erläutert Olaf Mußhoff, Director Automechanika Frankfurt.
Nachwuchsformat Ambition wird Teil der Festhalle
Zentrale Herausforderungen auf nahezu allen Ebenen des Aftermarkets sind der Fachkräftemangel und die schwierige Nachwuchssuche. Auch diese Bereiche geht die Automechanika an und setzt dafür auf das von der vergangenen Messeausgabe bekannte Format Ambition. „Unter dem Leitgedanken „What’s up next?“ treffen hier Karriereperspektiven, technologische Impulse und Entertainment aufeinander”, heißt es diesbezüglich in einer Mitteilung der Messe Frankfurt. Das Angebot richtet sich den Verantwortlichen zufolge insbesondere an Schülerinnen und Schüler, Auszubildende sowie Studentinnen und Studenten als Teil der Generationen Z und Alpha. Wolfgang Weyand, Director Automechanika Special Events führt aus: „Größer, sichtbarer und mit einem starken Partnernetzwerk, unter anderem mit Eintracht Frankfurt, Myle, dem Schrauberblog und der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main und allen führenden berufsbildenden Verbänden, geht das Format in die zweite Runde. Mit dem Umzug 2026 in die Festhalle schlagen wir nun das nächste Kapitel unserer Entwicklung auf.“
Den erwähnten Entertainment-Faktor will die Automechanika nicht für jüngere Generationen durch zwei neue Formate im Rahmenprogramm auf dem Freigelände steigern: Motorsportfans sollen in der 200 Meter langen Automechanika Pitlane auf ihre Kosten kommen, während der „Experience Park” vor den Hallen 9 und 11 mit Monstertrucks und einem Unimog-Parcours auf Offroad-Feeling setzt. Parallel zu diesen beiden Formaten stehen im „Future Mobility Park” auf der Agora erneut E-Fahrzeuge und weitere alternative Antriebe im Fokus. Dabei deckt die Automechanika nicht nur modernste Fahrzeuge und die Mobilität von heute ab, sondern adressiert mit der neuen „Classic Alliance” auch explizit Old- und Youngtimer. Realisiert wird dieser Messebaustein gemeinsam mit dem Verband FIVA sowie den Partnern Bosch, DAT, Eucon und Rowe. Zudem verleiht die AutoBild Klassik am Abend des 8. September ihren Preis „Goldener Klassiker“.
Frankfurt ist einer von insgesamt 14 Standorten, an denen das Automechanika-Konzept in diesem Jahr umgesetzt wird. Im Zuge ihrer zunehmenden Internationalisierung feiert die Messe im September ihre Premiere in Indonesien, ehe im Frühjahr 2027 mit der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku ein weiterer neuer Standort auf dem Programm steht.