Pirelli will die Rückverfolgbarkeit entlang der Wertschöpfungskette von Reifen verbessern und das Rückführen kreislauffähiger Materialien in die Produktion neuer Reifen ermöglichen. Hierfür werden deutschlandweit Altreifen unter anderem in einigen Driver-Filialen und bei Motorsportaktivitäten sowie Ausschussreifen aus dem Pirelli-Werk in Breuberg gesammelt, um dann in einer industriellen Prozesskette den Materialwert dieser Reifen zu maximieren. Als ein Akteur innerhalb dieser Kette wandelt Pyrum Altreifen und Ausschussreifen mithilfe von Pyrolyse in die Sekundärrohstoffe Ruß und Reifenpyrolyseöl um. Pyrum bereitet den zurückgewonnenen Ruß qualitativ auf und führt ihn direkt in die europäische Produktion von Pirelli zurück. Dort soll er teilweise neuen Industrieruß ersetzen.
Im Rahmen der "Tyre-to-Tyre“-Initiative liefert Pyrum das Pyrolyseöl an BASF. Beim Chemiekonzern wird dieses zusammen mit fossilen Rohstoffen in den Produktionsprozess chemischer Produkte wie Butadien und Styrol eingespeist. Über einen Massenbilanzansatz lässt sich der Anteil recycelter Rohstoffe den ISCC-Plus-zertifizierten Ccycled-Produkten zuordnen, heißt es in einer Mitteilung. Diese zirkulären Materialien nutzt Synthos anschließend zur Herstellung von ISCC-Plus-zertifiziertem Synthesekautschuk für Reifen. Pirelli integriert diesen Kautschuk wieder in seine Produktionsprozesse und schließt damit eigenen Angaben zufolge den Kreislauf.