Etwas mehr als ein Jahr ist es her, dass Ford Pro gemeinsam mit ausgewählten Handelspartnern in Deutschland und Österreich ein Pilotprojekt zu Dealer Uptime Services gestartet hat. Die dabei gesammelten Erfahrungen mit mehr als 2.800 betreuten Fahrzeugen von rund 250 Gewerbekunden waren derart positiv, dass der bundesweite Rollout des Angebots nun bevorsteht. Kern der Lösung ist ein proaktiver Ansatz, der durch eine Auswertung von Fahrzeugdaten ermöglicht wird. Im sogenannten Vehicle Care Portal (VCP) werden etwa fällige Inspektionstermine sowie der Lade- und Kilometerstand angezeigt. Diese Informationen wiederum werden durch in Ford-Pro-Nutzfahrzeuge integrierte Modems gewonnen. „Bisher waren wir darauf angewiesen, dass sich die Kunden bei uns melden und ihren Servicebedarf schildern“, erläutert Valdrin Gashi vom Pilot-Projektpartner Ernst+König. „Das kam oft zu spät, also wenn das Fahrzeug schon nicht mehr fahrtauglich war, und führte zu unnötigen Ausfallzeiten. Diese verlängerten sich noch, wenn wir kurzfristig keine Werkstatttermine anbieten konnten.“
Qualifizierte Daten-Auswertung soll Kunden entlasten
Das Einverständnis der Kunden vorausgesetzt, können Ford-Partner wie Ernst+König künftig ihrerseits auf Flotten zugehen und Servicebedarfe abstimmen. „In der angebotenen Form sind wir Vorreiter”, so Anika Breuer, Ford Pro Service-Koordinatorin. Neben einer besseren Planbarkeit der Werkstattauslastung sehen die Verantwortlichen das Tool insbesondere als Kundenbindungsinstrument. Bis zu 50 Prozent reduzierte Ausfallzeiten durch Dealer Uptime Services sprechen laut Hersteller für sich. Aus diesem Grund stellt Ford Pro Handelspartnern die Lösung kostenlos zur Verfügung und empfiehlt diesen selbiges auch gegenüber ihren Gewerbekunden.
Möglich wird das auch dadurch, dass Ford Pro seine Nutzfahrzeuge bereits seit 2019 mit entsprechenden Daten-Modems ausstattet und somit ein qualifizierter Datenpool zur Verfügung steht. Unternehmensangaben zufolge sind alleine in der DACH-Region rund 260.000 Nutzfahrzeuge mit freigeschalteten Modems unterwegs. Die so gewonnenen Informationen wurden bislang jedoch mangels Ressourcen überwiegend von größeren Unternehmen mit eigenen Flottenmanagern genutzt. Dieser Ford Pro Insights genannten Option stehen nun künftig zwei weitere Ansätze zur Seite. Bei Dealer Uptime Services übernehmen Ford-Pro-Partner die Aufgabe der Datenauswertung für regionale Flotten, während das für bundesweit agierende Fuhrparks der Hersteller mit Ford Uptime Services selbst übernimmt. „Wir wollen mehr als ein Fahrzeuglieferant sein”, betonte Wilhelm Buchmüller, Ford Pro Direktor DACH, in Freiburg mit Blick auf das Selbstverständnis des Unternehmens. „Unser Anspruch ist es, nicht nur die besten Nutzfahrzeuge anzubieten, sondern auch die besten Service-Leistungen. Im Mittelpunkt steht dabei immer die Einsatzzeit der Fahrzeuge, also ihre Uptime, zu erhöhen.“
Mobiler Service als „echter Uptime-Booster”
Auf dieses Ziel einzahlen sollen darüber hinaus diverse weitere Elemente aus dem Ford-Pro-Werkzeugkasten. Dazu gehört etwa der mobile Service, im Rahmen dessen Ford-Pro-Partner Services wie Software-Updates oder Räderwechsel beim Kunden vor Ort durchführen. Mehr als 80 Prozent der planbaren Arbeiten seien auf diesem Wege zu erledigen, heißt es seitens der Verantwortlichen. „Der Arzt kommt damit quasi zum Patienten”, sagt Aykut Arslan, Ford Pro Mobile Service Van Manager. Arslan bezeichnet das Angebot als „echten Uptime-Booster”, weil für Kunden der Weg zum Servicepartner entfalle. Das Arbeiten im Kundenhof statt hinter verschlossenen Werkstatttüren ermögliche Kunden ferner zusätzliche Einblicke und ein hohes Maß an Transparenz. Seit dem Start des mobilen Angebots im Jahr 2022 ist die Flotte an Ford-Pro-Service-Vans deutschlandweit gewachsen. Neben Ernst+König sind aktuell bei 92 weiteren Partnern entsprechende Fahrzeuge im Einsatz, bis Ende des Jahres soll die Zahl dreistellig werden. Eine weitere Zielmarke für 2026 sind 50.000 absolvierte mobile Einsätze, wobei Aykut Arslan Ford Pro hierbei „auf sehr gutem Wege” sieht.
Gewerbekunden im Falle einer Panne flexibel mobil halten soll seit 2024 darüber hinaus der Baustein Ford Pro Mobility. Dafür stehen Unternehmensangaben zufolge an inzwischen mehr als 100 Standorten in Deutschland spezielle Nutzfahrzeuge – etwa Kühltransporter oder solche mit Umbauten – als Notfall-Hilfe oder für Langzeitmieten zur Verfügung. Innerhalb von vier Stunden sollen Gewerbetreibende ein gleichwertiges Fahrzeug erhalten, lautet das Service-Versprechen von Ford Pro und dem Kooperationspartner Automobil-Forum Stegmaier aus Crailsheim. Dass die beiden Partner damit einen Nerv treffen, zeigt der deutliche Anstieg auf fast 11.000 Ford-Pro-Mobility-Mietverträge im Jahr 2025.
| Zur Ernst+König GmbH Mit rund 400 Beschäftigten – davon knapp 80 Azubis – ist das Freiburger Autohaus Ernst+König an zehn Standorten in ganz Baden vertreten. Die unternehmerischen Wurzeln reichen zurück bis ins Jahr 1848 zu einer Schmiede. Seit Juli 2023 vertritt das Autohaus neben Ford auch die Marke Hyundai. Etwa zwei Drittel des jährlichen Umsatzes von rund 250 Millionen Euro werden mit Ford erwirtschaftet. Ford Pro ist dabei laut Geschäftsführer Martin Ernst „das wichtigste Standbein”. |