Mit Blick auf die Qualität online gekaufter Teile herrscht nach wie vor eine gewisse Zurückhaltung, heißt es seitens der Dekra. Eine Minderheit von 36 Prozent habe volles Vertrauen in Ersatzteile, die man online kaufen könne. Dass die Qualität von Ersatzteilen aus dem Internet die gleiche sei wie beim Kauf in der Werkstatt, denken 39 Prozent der Befragten. Für die Online-Studie befragte Ipsos im Auftrag von Dekra im Juni 2026 insgesamt 1.000 Autobesitzer, die selbst für die Wartung und Reparatur ihres Fahrzeugs verantwortlich sind.
Die Studie öffnet auch die Preisdimension als zentralen Grund zum Onlinekauf. 60 Prozent der Befragten sagen, Kfz-Teile aus dem Internet seien deutlich günstiger als im stationären Handel. Allerdings vergleichen nur 40 Prozent nach eigener Aussage in jedem Fall die Preise. Eine Mehrheit ist laut Dekra-Angaben weiterhin der Meinung, dass Werkstätten auch selbst mitgebrachte Teile einbauen sollten, und würden dafür auch Mehrkosten für den Einbau in Kauf nehmen. Die Zustimmung liegt hier in der aktuellen Befragung bei 59 Prozent. Jann Fehlauer, Geschäftsführer der Dekra Automobil GmbH, teilt mit: „Die Ergebnisse unserer aktuellen Studie zeigen, dass Autobesitzer hin und hergerissen sind zwischen dem Wunsch, möglichst günstig und – wie aus anderen Lebensbereichen gewohnt – per Online-Handel an ihre Ersatzteile zu kommen, und andererseits der Unsicherheit mit Blick auf die Qualität. Diese Unsicherheit ist durchaus berechtigt, denn die allerwenigsten Autobesitzerinnen und Besitzer sind selbst in der Lage, die Qualität bestellter Teile einzuschätzen.” Die Dekra empfiehlt gerade bei sicherheitsrelevanten Bauteilen, kein unnötiges Risiko einzugehen. Die Instanz für den fachgerechten Einbau von Ersatzteilen ist ohnehin auschließlich die qualifizierte Werkstatt.