Rückläufige Umsätze und Absatzmengen

Goodyear kehrt dank Dunlop-Verkauf in die Gewinnzone zurück 

goodyear-sign-blimp-akron_Reifenhersteller Goodyear sieht sich vor allem dank eines bereinigten Portfolios auf Kurs, seine finanziellen Ziele zu erreichen.  Foto: Goodyear

Mit einem Nettoumsatz von 4,3 Milliarden US-Dollar (ca. 3,8 Milliarden Euro; -4,5 Prozent) sowie einer Absatzmenge von 38,5 Millionen Reifeneinheiten (-4,7 Prozent) konnte Goodyear nicht an die Ergebnisse des Vorjahreszeitraumes anknüpfen. Während die Entwicklung auch im EMEA-Raum sowie in der Americas-Region negativ war, fielen die Rückgängen im Asien-Pazifik-Geschäft am stärksten aus: Die dortigen Absatzzahlen gaben um 12,4 Prozent nach, der Nettoumsatz brach gar um 21,3 Prozent ein. Letzteres führen die Verantwortlichen jedoch insbesondere auf den erfolgten Verkauf des OTR-Reifengeschäfts zurück. Im asiatisch-pazifischen Raum war Goodyear allerdings mit einer Marge von 9,5 Prozent (-0,5 Prozentpunkte) weiterhin am profitabelsten unterwegs. In seiner Heimatregion Americas erzielte der Konzern eine Marge von 6,2 Prozent (-0,7 Prozentpunkte), die EMEA-Region rutschte hingegen erneut in den roten Bereich (operatives Segmentergebnis -5 Millionen US-Dollar; Marge -0,4 Prozent). 
 
Nachdem die Goodyear-Bilanz Anfang 2024 noch einen Verlust von 57 Millionen US-Dollar (ca. 50,5 Millionen Euro) ausgewiesen hatte, steht für die Monate Januar bis März 2025 ein Nettogewinn von 115 Millionen US-Dollar (ca. 102 Millionen Euro) in den Büchern. Wesentlich ermöglicht wurde dies durch einen geschätzten Gewinn von rund 260 Millionen US-Dollar (ca. 230,2 Millionen Euro) aus der Veräußerung des OTR-Geschäfts sowie geringere Transformationskosten. Zudem schlug sich der Verkauf der Marke Dunlop an Sumitomo positiv in den Ergebnissen nieder. CEO und Präsident Mark Stewart ordnet ein: „Unser Team hat das Jahr mit dem Quartal begonnen, in dem wir bisher am stärksten von Goodyear Forward profitiert haben, und wir haben unser Ziel erreicht, eine Hochleistungskultur aufzubauen, die darauf ausgerichtet ist, zu gewinnen. Mit dem Verkauf der Marke Dunlop optimieren wir unser Portfolio weiter und stärken gleichzeitig unsere Bilanz – eine entscheidende Komponente unseres Transformationsplans.” Die Erlöse aus dem Dunlop-Deal, die sich Unternehmensangaben zufolge auf rund 735 Millionen US-Dollar (ca. 650,8 Millionen Euro) beliefen, sollen insbesondere zum Schuldenabbau verwendet werden. 

Kürzlich gab der Konzern zudem bekannt, in seine Fabrik in Lawton/Oklahoma investieren zu wollen. Wie verschiedene amerikanische Medien – unter anderem Business Facilities – berichten, sollen über einen Zeitraum von vier Jahren rund 320 Millionen US-Dollar (ca. 283,4 MIllionen Euro) in das Werk investiert werden. Die örtliche Produktionskapazität würde in diesem Zuge um knapp 30 Prozent respektive 10 Millionen Einheiten pro Jahr steigen. Goodyear hatte in der jüngeren Vergangenheit bereits einen zweistelligen Millionen-Betrag für die Modernisierung und den Ausbau des Standorts aufgewendet. Gegenwärtig arbeiten in Lawton etwa 2.900 Beschäftigte. 

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