Knappe Personalressourcen und eine hohe Fluktuation kennzeichneten im Jahr 2025 das Franchisesystem der Goodyear Retail Systems (GRS). Innerhalb des Goodyear-Konzerns ist ohnehin eine große Unruhe spürbar. Zwar ist nach dem Dunlop-Verkauf und den Ankündigungen rund um die Marke Cooper die strategische Stoßrichtung auf Produktseite erkennbar, in der Handelsorganisation aber gilt es für die Verantwortlichen weiterhin viele Themenstränge zu moderieren und die Systeme auf Effizienz zu trimmen. Benjamin Lipps, Leiter Quick Reifendiscount, begrüßte die Teilnehmenden mit einem Rückblick auf das Jahr 2025. In seinen Ausführungen erläuterte er die aktuell bestimmenden Faktoren: Unter Druck stehende Reifenroherträge, steigende Betriebskosten sowie ein verändertes Suchverhalten der Kunden durch den Einsatz von KI. Trotz dieser Herausforderungen habe die Quick-Gruppe das Jahr mit einer Gesamt-Rohertragssteigerung von +2,6 Prozent abschließen können.
"Auch wenn uns 2025 sehr gefordert hat, müssen wir gerade in anspruchsvollen Zeiten unsere Mitarbeitenden mit auf die Reise nehmen, Aufgaben transparent erläutern und Entscheidungen für ein gutes Betriebsergebnis treffen: Alles, was messbar ist, ist auch veränderbar“, so GRS-Geschäftsführer Goran Zubanovic. Anzeichen für Zuversicht sieht Zubanovic einige: Der Fahrzeugbestand wachse weiter und werde älter, Arbeitsplätze im Handwerk seien sicher und Spezialistentum im Handel bleibe gefragt. Auch wenn der Automarkt derzeit wenig Erholung zeige, würden Reifen – unabhängig von der Antriebsart – weiterhin benötigt. Die Marke Quick soll durch einen optimierten Online-Shop mit verbesserter Produktdetailansicht, neuen Checkboxen und einer vereinfachten Online-Terminbuchung – auch direkt über Google – zusätzliche Sichtbarkeit im Netz gewinnen. Neue Zahlarten, Finanzierungsmöglichkeiten sowie die Erweiterung mobiler Bezahldienste wie PayPal, Google Pay, Apple Pay und Klarna sollen den digitalen Komfort für Kundinnen und Kunden erhöhen. Neu im GRS-Angebot für 2026 sind buchbare CRM-Pakete für die Quick-Betriebe. Sie sollen den Kontakt zu Kunden auch nach dem Kauf von Ganzjahresreifen und längeren Werkstattintervallen aufrechterhalten.
Informationen zu den für 2026 erwarteten Trends im Reifen- und Felgenmarkt sowie zu Verfügbarkeiten und Konditionen lieferten die Freie Reifeneinkaufs-Initiative FRi sowie Vertreter der Goodyear Germany GmbH. Frank Titz, General Manager Replacement Sales Consumer DACH, und Jens Breitenstein, Customer Development Manager Germany, stellten das Produktportfolio aus dem Hause Goodyear vor, das 2026 durch die Neupositionierung der Marke Cooper im Tier-2-Segment ergänzt wird. Zum Abschluss fasste Benjamin Lipps die Kernaussagen der Tagung zusammen und formulierte die Ziele für 2026: „Unser Schwerpunkt liegt auf der Optimierung unserer Kosten und Erträge, um die Profitabilität der Betriebe weiterhin zu sichern. Eine zentrale Aufgabe wird es sein, gute Mitarbeitende zu gewinnen und langfristig zu binden. Mit der Erweiterung unseres Reifenportfolios um die Marke Cooper, einer stärkeren Markensichtbarkeit von Quick und der klaren Positionierung als Discounter, die bei den Kunden gefragter ist denn je, können wir unsere Jahresziele in allen 52 Betrieben erreichen.“ Das Heimspiel auf The Tire Cologne lassen die GRS-Handelssysteme – wie aus Unternehmenskreisen zu hören ist – wie auch der Mutterkonzern in diesem Jahr aus – Optimierung der Kosten ist das Stichwort.