„Die deutsche Wirtschaft steckt weiter in der Krise. Neben neuen außenpolitischen Hiobsbotschaften, wie der blockierten Straße von Hormus, warten wir im Inland weiter auf spürbare wirtschaftliche Reformen, die dieses Land wirtschaftlich wiederbeleben. Es überrascht wenig, dass allgemeinwirtschaftlich Frustration und Resignation vorherrschend sind”, lautet das triste Bild, das der Gesamtverband Autoteile-Handel e.V. in seiner jüngsten Pressemitteilung zeichnet. Nachdem kürzlich auch die Bundesregierung ihre Prognose für das Wachstum der deutschen Volkswirtschaft für 2026 auf 0,5 Prozent gesenkt hat, rechnet kaum noch jemand mit einer schnellen Besserung der wirtschaftlichen Lage hierzulande.
Diesbezüglich wenig positiv sind auch die Erwartungen der GVA-Mitglieder, wenngleich zumindest mit Blick auf das eigene Geschäft durchaus Grund für Optimismus herrscht. „Der freie Markt hingegen kommt ins Tun und verlässt mit einem starken März-Ergebnis mit Schwung das erste Quartal 2026”, resümieren die GVA-Verantwortlichen um Präsident Thomas Vollmar erfreut. Hauptgrund für diese Einschätzung sind massive Nachholeffekte, die sich laut den Handels- und Industriebeiräten des Verbands bereits unmittelbar nach den sehr schwachen ersten zwei Monaten des Jahres angedeutet hatten.
Im weiteren Verlauf des Monats März setzte sich der Trend insbesondere bei Besitzumschreibungen fort, sodass der dürftige Jahresstart nahezu wettgemacht wurde. Rund 605.000 Pkw-Besitzumschreibungen im März bedeuten ein Plus von 9,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr, womit das gesamte erste Quartal in dieser Hinsicht nur etwa 1,6 Prozent unterhalb des Vorjahreszeitraums schließt. Ähnlich verhält es sich im Nkw-Bereich, wo im März 41.865 Lkw den Besitz wechselten (+9,6 Prozent). Für das erste Quartal 2026 steht somit insgesamt nur ein moderates Minus von 0,4 Prozent zu Buche. Auch bedingt durch diese Entwicklung konnten laut GVA-Mitgliederbefragung knapp 60 Prozent der Betriebe ihre Umsätze in den ersten drei Monaten des Jahres steigern. Für den freien Autoteile-Großhandel steht im ersten Quartal insgesamt eine nominale Umsatzsteigerung von 4,9 Prozent zu Buche. „Mit diesem Schwung gehen die GVA-Mitglieder in den weiteren Jahresverlauf. Fast 70 Prozent gehen von steigenden Umsätzen im Jahr 2026 aus”, betont der Verband abschließend. Damit ist immer noch eine Mehrheit der Betriebe optimistisch für den weiteren Jahresverlauf. Anfang Februar waren es jedoch noch rund 83 Prozent, die angaben, für 2026 Umsatzsteigerungen zu erwarten.