ADAC misst Ladeverlust bei E-Autos

Haushaltssteckdose zum Laden des E-Autos nicht geeignet

Am effizientesten war das Laden des Fahrzeugs in Verbindung mit einer Wallbox.  Foto: Robert Poorten – stock.adobe.com

Das E-Auto (ein BEV oder Plug-in-Hybrid) lässt sich heutzutage auf mehrere Weisen laden. Während Fahrerinnen und Fahrer auf der Langstrecke meist zur Schnellladesäule greifen, nutzen diejenigen, die ihr E-Auto zu Hause im Eigenheim laden, oft die Wallbox – teilweise auch mit Unterstützung einer PV-Anlage. Andere greifen auch oft zur Haushaltssteckdose. Grundsätzlich entstehen dabei auch Ladeverluste: Einerseits geht bei der Umwandlung von Wechselstrom in Gleichstrom innerhalb des On-Board-Chargers Energie verloren, andererseits kommt es auch zu Verlusten im Ladekabel oder in der Batterie. Zudem sind während des Ladens verschiedene Steuergeräte aktiv, die ebenfalls Strom verbrauchen. Doch wie der ADAC nun feststellte, sind die Verluste beim Laden zu Hause je nachdem, welche Methode man nutzt, mitunter massiv. Wie hoch diese ausfallen, hat der ADAC in einer Untersuchung betrachtet. Dafür nutze der Automobilclub vollelektrische Pkw von unterschiedlichen Automobilherstellern: Zum Einsatz kamen der Mercedes CLA 350 EQ, Renault R5 E-Tech, das Tesla Model Y, der Volvo EX30 und VW ID.7. Nachgemessen hat der Prüfverein die Energieverluste im Rahmen von drei verschiedenen Szenarien: das Laden an der Haushaltssteckdose mit 2,3 kW (1x10 A), das Laden an der Wallbox mit der maximalen Ladeleistung von 11 kW bzw. 22 kW und das Laden an der Wallbox mit der minimalen Ladeleistung von 4,1 kW (3x6 A), um das PV-Laden mit minimaler Stromstärke bei drei Stromleitern zu simulieren.

Das Ergebnis: Laden an der Haushaltssteckdose mit 2,3 kW war bei allen Autos mit den höchsten Verlusten verbunden. Am ineffizientesten zeigte sich der Mercedes-Benz CLA EQ. Bei dem Coupé landete laut Auswertung fast ein Viertel des verbrauchten Stroms nicht im Akku. Bei allen anderen Fahrzeugen lagen die Verluste bei rund 15 Prozent. Effizienter war den Informationen zufolge das Laden mit überschüssigem Strom aus einer PV-Anlage, selbst wenn die Ladeleistung aufgrund geringen Ertrags auf 4,2 kW reduziert wird. Die Verluste bei allen Autos in der Studie lagen dabei unter 13 Prozent. Am effizientesten war das Laden des Fahrzeugs hingegen an einer Wallbox mit der höchstmöglichen Ladeleistung (je nach Fahrzeug 11 kW oder 22 kW). Alle Ladeverluste lagen dabei bei unter sieben Prozent. Am effizientesten war der Renault R5, der sowohl beim PV-Überschussladen als auch an der Wallbox die geringsten Verluste aufwies.

Ladeverluste der verschiedenen Pkw-Modelle im ADAC-Test. Foto: ADAC

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