Partnertreffen bei Reifen Draws in Bayern 

Initiative ZARE sucht 2026 mehr Präsenz in der Öffentlichkeit 

Für ihr jüngstes Treffen waren die ZARE-Partner Mitte März bei Reifen Draws in Süddeutschland zu Gast.  Foto: ZARE

In Schwenningen im Landkreis Dillingen an der Donau lud Reifen Draws die ZARE-Partner nicht nur zum gemeinsamen Dialog, sondern beging zugleich sein 50-jähriges Firmenjubiläum im Kreise gleichgesinnter Akteure. DIe in der Initiative zusammengeschlossenen Betriebe eint das Bemühen um eine fachgerechte Entsorgung und Verwertung von Altreifen – und auch die Bewertung ihrer aktuellen wirtschaftlichen Lage: Die aktuelle Marktsituation beschreiben die teilnehmenden Partner mehrheitlich als angespannt. „Während das Geschäft insgesamt rückläufig ist, stehen Preise unter Druck und Anfragen verschieben sich zunehmend in Richtung geringwertiger Schrottware. Gleichzeitig belasten steigende Kraftstoffkosten die Betriebe zusätzlich, da diese nur eingeschränkt weitergegeben werden können”, heißt es dazu in einer ZARE-Mitteilung erläuternd. 

Auch ein Blick hinter die Kulissen bei Gastgeber Reifen Draws, der in diesem Jahr sein 50-jähriges Firmenjubiläum feiert, stand auf der Agenda. Foto: ZARE

Maßgeblichen Einfluss auf das Geschäft der Zertifizierten Altreifenentsorger wird zudem die neue Abfallverbringungsverordnung haben, die ab Mai 2026 gilt und die 2027 verpflichtend wird. Hier rechnen die ZARE-Partner mit neuen organisatorischen und dokumentarischen Anforderungen aufgrund veränderter internationaler Stoffströme. Der Themenkomplex soll daher im weiteren Jahresverlauf „aktiv in relevante Branchenformate eingebracht werden”. Ein solches Format ist etwa The Tire Cologne, im Rahmen derer sich zahlreiche Partner gemeinsam unter dem ZARE-Dach präsentieren. Mit Auftritten wie diesen will das Netzwerk die Sichtbarkeit der zertifizierten Altreifenentsorgung weiter erhöhen und zugleich die Bedeutung hochwertiger Verwertungswege stärker in den Markt tragen. Weitere Themen für 2026 sind die Weiterentwicklung von Ausschreibungsstandards sowie der Umgang mit rückläufigen Online-Anfragen. 

Hoffnung in einem angespannten Marktumfeld macht den ZARE-Partnern dabei auch die politische Entwicklung auf Landesebene. Beim „Runden Tisch Reifen-Recycling NRW“ wurden die Anliegen der Branche aufgenommen und das Thema Altreifen in die Landeskreislaufwirtschaftsstrategie integriert. Darüber hinaus deuten sich weitere Impulse durch digitale Lösungen: In Schwenningen demonstrierte die detection-X GmbH neue Ansätze zur automatisierten Reifenschadenerkennung und Sortierung. In Zusammenarbeit mit einem ZARE-Partner läuft bereits ein Pilotprojekt. „Ziel ist es, Prozesse effizienter zu gestalten und die Qualität der Verwertung weiter zu verbessern – ein wichtiger Schritt hin zu einer noch leistungsfähigeren Kreislaufwirtschaft”, blicken die ZARE-Verantwortlichen voraus. 

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