Das Aachener Unternehmen cylib wird im Rahmen der Kooperation recyceltes Graphitkonzentrat liefern und Vianode dessen Einsatz in Anodenmaterialien durch Tests im Pilotmaßstab entwickeln. Die Unternehmen wollen Ansätze validieren, durch cylibs proprietäre OLiC-Technologie zurückgewonnenes und produziertes Graphitkonzentrat in Vianodes Anodenproduktion der nächsten Generation zu integrieren. „Vianode bringt fortschrittliche Anoden-Expertise mit, wir bringen bewährte recycelte Materialien. Gemeinsam zeigen wir, dass Kreislaufwirtschaft nicht bedeutet, dass wir Kompromisse eingehen, sondern einen Wettbewerbsvorteil für Europa liefert", so Dr. Lilian Schwich, Co-CEO & Co-Founderin von cylib.
Vianode-CEO Burkhard Straube teilt zum Kooperationsvorhaben mit: „Der Kreislauf für Batteriematerialien muss geschlossen werden, um eine wirklich nachhaltige Wertschöpfungskette aufzubauen. Durch die Zusammenarbeit mit cylib bei der Integration von recyceltem Graphit in fortschrittliche Anodenmaterialien wollen wir die Kreislaufwirtschaft für Batteriegraphit stärken, die Abhängigkeit von Primärrohstoffen verringern und die EU-Ambitionen für ein resilientes, CO₂-armes Batterieökosystem unterstützen." Vorbehaltlich weiterer Evaluierung und erfolgreicher Ergebnisse beabsichtigen die Parteien, eine kommerzielle Vereinbarung für nachhaltige und wettbewerbsfähige Lieferungen von recyceltem Graphitkonzentrat auszuhandeln.
Im Zukunftsfeld Batterierecycling bringen sich einige Unternehmen in Stellung. Im März ist unter anderem das SIB:DE Projekt gestartet, in das insgesamt 25 Partner aus Industrie und Forschung involviert sind. Auch cylib bringt sich ein, um bei Natrium-Ionen-Batterien zirkuläre Wertschöpfungsketten zu realisieren. Gemeinsames Ziel aller Beteiligten ist es, Europas erstes industrielles Recyclingverfahren für Natrium-Ionen-Batterien zu entwickeln. Der deutsche Batterierecycling-Spezialist treibt zudem den Bau einer industriellen Batterie-Recyclingplattform voran. Nachdem im Dezember bereits Fördermittel der Europäischen Union aus dem EFRE/JTF-Programm NRW genehmigt wurden, kann das Aachener Unternehmen auch auf 63,4 Millionen Euro vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) zurückgreifen.