Die Partnerschaft steht laut den Verantwortlichen im Einklang mit der Strategie von Inter-Tyre, sein Angebot mit High-End-Marken aus verschiedenen Regionen zu stärken, um die Verfügbarkeit für den Aftermarket zu verbessern. Inter-Tyre wirkt nicht als klassischer Reifengroßhändler im engeren Sinne, sondern hat sich seit der Ausgründung aus Banden Inter-Sprint B.V im Jahr 1992 auf Felgen als Kernsortiment spezialisiert. Auf The Tire Cologne 2026 präsentieren sich beide Unternehmen an einem Gemeinschaftsstand.
Um die Felgenmarke BBS vollzog sich in den vergangenen Jahren eine dramatische Abfolge von Insolvenzen und Neustarts. BBS geriet gleich viermal die Zahlungsunfähigkeit. Anfang 2025 kommunizierte KW automotive einen „Neustart” für die Rädermarke. Das Unternehmen, das ohnehin bereits im Besitz der Markenrechte war, übernahm auch die Standorte Schiltach und Herbolzheim. Der Fichtenberger Fahrwerksspezialist sicherte sich sämtliche relevanten Vermögenswerte der BBS-Betriebsstätten aus dem derzeit laufenden Insolvenzverfahren der BBS Autotechnik GmbH. Für KW automotive ergab sich nach Aussage der Verantwortlichen durch den Deal die Möglichkeit, in Schiltach „ein seit Ende 2023 vorliegendes Konzept für eine weitgehend automatisierte und digitale Produktionslinie neu aufzunehmen”. Das Ziel war es, BBS-Räder flexibel anfertigen zu können, um so die Fertigungstiefe und damit den Manufakturgedanken weiterzuentwickeln. Der klare Fokus auf das Aftermarket-Geschäft drückt sich nun auch in der Partnerschaft mit Inter-Tyre aus.