Als neue Leiterin des Commercial Vehicle Boards im ACEA-Verband vertritt Karin Rådström stellvertretend die Interessen der Nfz-Akteure DAF Trucks, Daimler Truck, Ford Trucks, Iveco, MAN Truck & Bus, Scania und Volvo. Die Daimler-Truck-Chefin geht diese Aufgabe mit großer Tatkraft und klaren Botschaften an politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger an: „Da viele der weltweit führenden Lkw- und Bushersteller hier in Europa ansässig sind, tragen wir nicht nur die Verantwortung, sondern haben auch die Möglichkeit, eine führende Rolle einzunehmen. Wir unterstützen ausdrücklich das Ziel der EU, den Transport zu dekarbonisieren. Ein substanzieller Markthochlauf wird jedoch nur erfolgen, wenn unsere Kunden emissionsfreie Fahrzeuge so nahtlos und profitabel betreiben können wie heutige konventionelle Fahrzeuge.” Für die Managerin ist klar: „2026 muss das Jahr sein, in dem Europa Herausforderungen in Fortschritte überführt – mit pragmatischen Lösungen, die die Wettbewerbsfähigkeit sichern und gleichzeitig die Dekarbonisierung vorantreiben. Europa muss zügig unser starker Heimatmarkt für emissionsfreie Technologien werden. Die Kommission und die Mitgliedstaaten müssen den regulatorischen Rahmen dringend optimieren und vereinfachen und die Nachfrage nach emissionsfreien Fahrzeugen beschleunigen. Darauf werde ich mich in meiner Amtszeit bei ACEA konzentrieren.“
Damit knüpft Rådström nahtlos an das Wirken ihres Vorgängers Christian Levin an. Dieser resümiert für seine einjährige Amtszeit „trotz anhaltender struktureller Herausforderungen große Fortschritte im Bereich der emissionsfreien Technologien”, erkennt jedoch weiteren Handlungsbedarf: „Um es klar zu sagen: Die Technologie ist bereit, aber das Ökosystem ist es nicht.“ Genau diese Thematik wird im Jahr 2026 nun auch die neue Leiterin des Nfz-Ausschusses priorisiert adressieren.