In Hameln fertigt die SUPD mit rund 90 Mitarbeitenden Planetengetriebe für unterschiedliche Anwendungen für Industrieroboter. Wie in einer Schaeffler-Mitteilung zu lesen ist, leide das Produkt seit Jahren unter der angespannten Wirtschaftslage in der gesamten Industrie. „Gleichzeitig lassen auslaufende Rahmenverträge von Schlüsselkunden keine Erholung der wirtschaftlichen Perspektive für den Standort in absehbarer Zeit erwarten”, heißt es seitens der Verantwortlichen weiter. Diese Faktoren scheinen mit dazu beigetragen zu haben, dass auch ein in den vergangenen Monaten geprüfter Verkauf des Werkes letztlich nicht zustande kam.
„Wir bedauern, dass über mehrere Monate geführte Verkaufsgespräche nicht zu einem Abschluss kamen. Wir haben alle Aspekte sorgfältig abgewogen – auch im Austausch mit den Arbeitnehmervertretern vor Ort”, teilt Sascha Zaps, Vorstand der Schaeffler-Sparte Bearings & Industrial Solutions, hierzu mit. „Am Ende hat sich gezeigt, dass eine Schließung des Standorts in der Verantwortung von Schaeffler die bestmögliche Option ist.“ Um dies möglichst sozialverträglich zu gestalten, haben sich Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter Konzernangaben zufolge bereits auf einen Interessenausgleich für die rund 90 Mitarbeitenden in Hameln verständigt.
Mit der jüngsten Standortschließung treibt das Schaeffler-Management seine „Strukturmaßnahmen” aus dem Herbst 2024 und den damit verbundenen Stellenabbau weiter voran. In dieser Hinsicht wurde zuletzt auch das Aus für die Werke Steinhagen sowie Berndorf (Österreich) und Sheffield (England) – allesamt ebenfalls Teil von Bearings & Industrial Solutions – kommuniziert. Anfang November wurde zudem die Veräußerung des rückläufigen chinesischen Turbolader-Geschäfts bekanntgegeben.