Wie das Unternehmen bekanntgibt, investiert der Münchner Konzern insbesondere in energieeffiziente, automatisierte sowie digitale Fertigungstechnologien und will sein Leitwerk bis 2030 als Hochtechnologiestandort weiterentwickeln. Die Inbetriebnahme des erweiterten Bereichs ist bereits für Anfang 2027 geplant. Bereits heute ist das Werk in Aldersbach mit über 1.000 Mitarbeitenden der größte Truck-Standort des Unternehmens in Europa. Jährlich werden hier rund zwei Millionen Scheibenbremsen und über fünf Millionen mechatronische Komponenten für Bremssysteme produziert. Wolfgang Krinner, Geschäftsführer der Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH, erklärt: „Unsere Technologieinitiative ‚Aldersbach 2030‘ sorgt für die konsequente Optimierung unserer Produktions-, Logistik- sowie Intralogistikprozesse vor Ort. Dadurch verstärken wir unsere langfristige Wettbewerbsfähigkeit und investieren weiter in die Produktion klimafreundlicher Lösungen. Unsere EPS unterstützt die Elektrifizierung und das automatisierte Fahren von Nutzfahrzeugen maßgeblich.“
Unabhängig von der Antriebstechnologie werden durch die EPS mit ihrem „Power-on-Demand“-Prinzip der Energie- bzw. Kraftstoffverbrauch der Fahrzeuge verringert, wodurch die Betriebskosten sowie die CO₂-Emissionen insgesamt reduziert werden. Für die Produktionsvorbereitung der vollelektrischen Lenkung am Standort Aldersbach erhält Knorr-Bremse eine Förderung aus dem Innovationfonds der EU. Das Ziel ist, bereits in den ersten zehn Jahren bis zu 5,8 Millionen Tonnen CO₂ im Vergleich zu konventionellen Lenksystemen eingeinzusparen.
„Mit unserem Investment in unser Truck-Werk in Niederbayern bekennen wir uns zum Wirtschafts- und Produktionsstandort Deutschland. Wir setzen auf höchste Qualität und Effizienz sowie den Einsatz modernster Technologien und Prozesse. Unsere Investitionsentscheidung stärkt die digitale Transformation des Standorts und sorgt für zukunftsweisende und hocheffiziente Infrastruktur. Gleichzeitig unterstreichen wir damit unsere Rolle als wichtiger und attraktiver Arbeitgeber in der Region“, erklärt Bernd Spies, Mitglied des Vorstands der Knorr-Bremse AG und verantwortlich für die Division Systeme für Nutzfahrzeuge.