Die Vereinbarung zwischen Pyrum und Unitank sieht den Bau und den Betrieb von fünf bis zehn Recyclinganlagen für die Verwertung von Altreifen in Europa vor. Realisiert werden die Projekte durch das Joint Venture UniPyrum, das als eigenständiges Unternehmen wird. Ein entsprechendes Memorandum of Understanding (MoU) datiert vom September 2022. Der damalige Zeitplan mit einer Inbetriebnahme des ersten Standorts Ende 2025 konnte nicht eingehalten werden, mit der Gründung des Joint Ventures wollen die Partner nun jedoch das Tempo erhöhen. „Wir freuen uns sehr, die lange und vertrauensvolle Zusammenarbeit, die uns mit Pyrum verbindet, mit dem heute gegründeten Joint Venture einen entscheidenden Schritt voranzubringen”, teilt Jan Vogel, CEO der Unitank-Gruppe.
Pyrum ist mit 49 Prozent am Eigenkapital von UniPyrum beteiligt, die Unitank-Gruppe hält einen Anteil von 51 Prozent. Das Joint Venture wird seinen Sitz in Hamburg haben und mit einem eigenen Management-Team von dort aus den zügigen und zielgerichteten Ausbau mehrerer Produktionsstandorte in Deutschland und Europa vorantreiben. Jede Anöage soll aus mindestens drei Thermolysereaktoren bestehen und damit jeweils eine jährliche Recyclingkapazität von mindestens 22.000 Tonnen Altreifen erzielen. Dabei seien jeweils standortspezifische und bedarfsgerechte Erweiterungen möglich.
Wie die beiden Partner mitteilen, wurden bereits die Zielregionen für die ersten drei Werke festgelegt sowie umfangreiche Vorarbeiten zum Pre-Engineering und zur Erstellung eines Businessplans durchgeführt. Als möglicher erster Standort wurde der Unitank-Standort im thüringischen Emleben identifiziert. Während Unitank Gespräche mit zukünftigen Lieferanten für den Reifeninput und mit potenziellen Abnehmern der Endprodukte führt, soll das nötige Genehmigungsverfahren kurzfristig angestoßen werden. „Neben unserem Kerngeschäft im Bereich Tanklager entsteht so ein neuer zukunftsweisender Geschäftsbereich mit starkem, von der Energiewende unabhängigen Wachstumspotential”, erläutert Jan Vogel das Potenzial der Partnerschaft aus Unitank-Sicht. „Die Kombination von Pyrums führender Technologie und unserer flächendeckenden Erfahrung im Betrieb von kritischer Infrastruktur im Energiebereich eröffnet eine spannende Kombination für die Zukunft. Ziel ist es, dass das neue Gemeinschaftsunternehmen zügig ein Netzwerk von Altreifen-Recyclinganlagen in Deutschland und den Nachbarländern entwickelt und betreibt.“
„Seit unserer ersten Absichtserklärung mit Unitank haben wir gemeinsam intensiv an der Weiterentwicklung unserer Partnerschaft gearbeitet. Wir freuen uns sehr, heute diesen wichtigen Meilenstein zu setzen”, führt Pyrum-CEO Pascal Klein weiter aus. „Nach dem positiven Förderbescheid in Griechenland und dem kürzlich unterzeichneten Shareholder Agreement mit Suas setzen wir mit der Gründung des Gemeinschaftsunternehmens mit Unitank den nächsten wichtigen Schritt, um den Bau und Betrieb neuer Anlagen endlich spürbar zu beschleunigen.“